Maksim Ovcharenko

Maksim Ovcharenko wurde vom russischen Militär festgenommen und verschleppt, nachdem das Militär auf das Auto schoss, in dem  Maksim und seine Freunde saßen. Seit April 2023 ist nichts mehr über seinen Verbleib bekannt.

Ungewisses Schicksal für jungen ukrainischen Vater

Maksim Ovcharenko (ru. Максим Овчаренко)
Geburtsdatum: 31. Januar 1991

Verschleppt seit: 25. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Stadt Slawutytsch, Region Kyjiw

Vor seiner Gefangenschaft in Russland war Maksim als Schweißfachmann im Kernkraftwerk Tschernobyl tätig. Im Jahr 2014 wurde er Vater eines Kindes. Seine Eltern leiden zunehmend unter gesundheitlichen Beschwerden. Der Vater wurde von mehreren schweren Leiden heimgesucht – ein Schlaganfall, ein Oberschenkelhalsbruch und eine ernste Nierenerkrankung haben ihn so geschwächt, dass er kaum noch aufstehen kann. Ihn quält die Sorge, seinen Sohn nie wieder in die Arme schließen zu können. Maksims Mutter kämpft ebenfalls mit Mobilitätseinschränkungen und ist auf einen Gehstock angewiesen.

Verschleppung
Am 25. März 2022 eröffnete das russische Militär in der Nähe der Stadt Slawutytsch das Feuer auf das Auto, in dem Maksim und seine Freunde unterwegs waren. Alle Personen im Auto wurden vom russischen Militär gefangen genommen.

Zuerst wurde Maksim in die Stadt Kursk (Russische Föderation) verschleppt. Danach wurde er in der Strafkolonie Tula in der Stadt Donskoj (Russische Föderation) festgehalten. Nach letzten Informationen wurde er in eine Kolonie in Mordowien verlegt.

Seit April 2023 liegen keine neuen Informationen über den Verbleib von Maksim vor.

Gesundheitszustand
Maksim hatte einen Bandscheibenvorfall und Probleme mit den Beinen. Zeugenaussagen zufolge erlitt Maksim bei seiner Festnahme Verletzungen an der Schulter und am Arm.

Stand: Februar 2025

So können Sie Maksim helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Maksim Ovcharenko“ 

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Maksim Ovcharenko (geb. 31.01.1991) aufmerksam zu machen, der am 25.03.2022 in der Stadt Stadt Slawutytsch (Region Kyjiw) unschuldig festgenommen und verschleppt wurde.

Maksim Ovcharenko wurde vom russischen Militär festgenommen und verschleppt, nachdem das Militär das Auto, in dem Maksim und seine Freunde saßen, beschossen hatte. Zeugenaussagen zufolge erlitt Maksim bei seiner Festnahme Verletzungen an der Seite, der Schulter und am Arm. Zuerst wurde Maksim in die Stadt Kursk (Russische Föderation) verschleppt. Danach wurde er in der Strafkolonie Tula in der Stadt Donskoj (Russische Föderation) festgehalten. Nach letzten Informationen wurde er in eine Kolonie in Mordowien verlegt. Seit April 2023 ist nichts mehr über seinen Verbleib bekannt und seine Eltern befürchten, dass sie ihn nicht mehr wieder sehen werden. 

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Maksim Ovcharenko ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll 

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Maksim aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

#MaksimOvcharenko

#standwithukraine

#freeallukrainiancivilians

Teilen Sie diesen Beitrag, setzen Sie sich für Maksims Freiheit ein!

Weitere ukrainische Zivilgefangene

Ljudmila Kolesnikowa

Ljudmila Kolesnikowa wurde im Juni 2024 nach der Beerdigung ihrer an Krebs verstorbenen Mutter auf der besetzten Krim festgenommen. Ein russisches Besatzungsgericht verurteilte die ukrainische Zivilistin wegen angeblichen Hochverrats zu 17 Jahren Haft.

Bohdan Ziza

Bohdan Ziza wurde am 16. Mai 2022 wegen seiner proukrainischen Haltung gefangen genommen. Er bespritzte das Rathaus von Jewpatorija mit gelber und blauer Farbe als symbolischen Protest gegen den Krieg, unter Einsatz seiner Freiheit. Bohdan wurde zu 15 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstraflager verurteilt.

Oleksandr Borysov

Oleksandr Borysov wurde am 6. Januar 2021 wegen seiner proukrainischen Haltung gefangen genommen. Er half Ukrainern, unter Einsatz seines Lebens, in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet zu fliehen. Oleksandr wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben