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Monika Hohlmeier übernimmt Patenschaft für iranischen Pastor

Politische Patenschaft

Monika-Hohlmeier

Die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, CSU, hat eine politische Patenschaft für den iranischen Pastor Ebrahim Firouzi übernommen. Pastor Firouzi, der im Jahr 2010 zum Christentum übertrat, wird „Propaganda gegen den Staat“ und „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ vorgeworfen.

Monika Hohlmeier übernimmt Patenschaft für iranischen Pastor

Lichtenfels/ Frankfurt am Main (4. Oktober 2019) – Die Europa-Abgeordnete Monika Hohlmeier hat für den iranischen Konvertiten und Pastor Ebrahim Firouzi eine politische Patenschaft auf Bitte der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übernommen. Pastor Firouzi, der im Jahr 2010 zum Christentum übertrat, wird „Propaganda gegen den Staat“ und „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ vorgeworfen. Hohlmeier möchte ein Zeichen setzen und dazu beitragen, dass Pastor Firouzi bald wieder in Freiheit ist.

Die Abwendung vom Islam zu einem anderen Glauben oder offene Religionslosigkeit sind im Iran lebensgefährlich. „Abgefallenen“ (Apostaten) drohen Folter, jahrelange Haftstrafen und außergerichtliche Tötung. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM hebt hervor: „Wir freuen uns, dass sich mit Monika Hohlmeier eine einflussreiche Politikerin für die Freiheit eines unschuldig gefangenen Menschen einsetzt. Ihr Engagement ist deshalb so wichtig, da Deutschland für den Iran politisch und wirtschaftlich ein außerordentlich bedeutendes Land ist.“ Im Rahmen des Patenschaftsprojekts der IGFM engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene.

Ebrahim Firouzi wird seit Jahren wegen der Ausübung seines Glaubens im Iran gefangen gehalten. Der iranische Geheimdienst nahm Firouzi das erste Mal im Januar 2010 fest. Am 8. März 2012 wurde er ein zweites Mal verhaftet, weil er angeblich versucht hatte, eine Website mit christlichen Inhalten zu erstellen. Ein Islamisches Revolutionsgericht verurteilte ihn daraufhin wegen „Propaganda gegen den Staat“ zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Exil. Im Jahr 2015 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er angeblich eine Gruppe gründete, um „die nationale Sicherheit zu stören.“

Während seiner Gefangenschaft im Radschai-Schahr-Gefängnis in der Stadt Karadsch, 40 Kilometer westlich von Teheran, verstarb seine Mutter, die ihn zuvor aus gesundheitlichen Gründen nicht besuchen konnte. Ihm wiederum wurde ein Besuch bei seiner Mutter von den Behörden verweigert. Firouzi trat in den vergangenen Jahren mehrfach in Hungerstreik, um gegen die Verletzung seiner Rechte, die Haftbedingungen und fehlende Gesundheitsfürsorge zu protestieren. Seine Haftstrafe endet zwar offiziell im Januar 2020, anschließend droht ihm die Verbannung in die 1.600 Kilometer entfernte Stadt Sarbaz, nahe der Landesgrenze zu Pakistan. Die IGFM befürchtet, dass Firouzi nach seiner Entlassung jederzeit wieder verhaftet werden kann.

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