Olga Baranevska

Die Rentnerin und ehemalige Kindergärtnerin wurde unter einem falschen Vorwand von der russischen Polizei verhaftet und in verschiedenen Untersuchungsgefängnissen festgehalten.
Unter falschem Vorwand verhaftet
Olga stammt aus der Stadt Melitopol in der Region Saporischschja und ist von Beruf Erzieherin. Bis zum 24. Februar 2022 arbeitete sie in Teilzeit als Erzieherin in einem Kindergarten in Melitopol. Unmittelbar nach Kriegsbeginn beschloss sie, nicht mehr zur Arbeit zu gehen, weil sie nicht mit den russischen Besatzern zusammenarbeiten wollte. Seit Herbst 2023 ist sie Rentnerin.
Verschleppung
Am Abend des 15. Mai 2024 konnte Olgas Tochter sie nicht mehr erreichen und wurde als vermisst gemeldet. Am 27. Mai 2024 tauchte Olga bei ihrer Mutter auf und konnte ihr mitteilen, dass sie von russischen Spezialeinheiten festgenommen worden war. Am Abend desselben Tages wurde Olga erneut von der russischen Polizei wegen einer angeblichen Ordnungswidrigkeit festgenommen.
Seit ihrer Festnahme wurde sie in verschiedenen Untersuchungsgefängnissen in der Region Saporischschja festgehalten, unter anderem in der Stadt Melitopol, im Dorf Wesele und im Dorf Jakymiwka. Aktuell befindet sie sich im Untersuchungsgefängnis in der Stadt Donezk. Am 12. August 2024 wurde bekannt, dass gegen Olga ein Verfahren wegen angeblichen Waffenbesitzes eingeleitet wurde.
Gesundheitszustand
Olga ist Diabetikerin und braucht regelmäßig Insulin. Vor ihrer Gefangenschaft sollte sie operiert werden, um ihre Gallenblase zu entfernen. Nach letzten Informationen hat Olga seit der Gefangenschaft 15 kg abgenommen.
Stand: Oktober 2024



