Pressekonferenz

Die Menschenrechtslage in der Islamischen Republik Iran ist katastrophal. Besonders Minderheiten im Iran, wie die Bahai, konvertierte Christen, Sunniten und weitere religiöse und ethnische Gruppierungen erleiden systematische Repression. Im Pressegespräch mit Betroffenen und Experten macht die IGFM auf die Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran aufmerksam.
Pressekonferenz:
Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran
Termin: 1. Oktober 2024, 13:00 Uhr
Ort: IGFM Geschäftsstelle, Edisonstraße 5, 60388 Frankfurt am Main
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wird in einer Pressekonferenz am 1. Oktober gemeinsam mit Betroffenen und Experten über die schwierige Situation religiöser Minderheiten in der Islamischen Republik Iran sprechen. Schon seit Langem setzt sich die IGFM für verfolgte Minderheiten ein und macht auf die konstanten Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik aufmerksam.
Gemeinsam mit Reza Ahmadi, Wirtschaftsjournalist, Stellvertreter der Iranischen Liberalen Frauen e.V., Iraj Mesdaghi, iranischer Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist, Mahin Mousapour, iranische Pastorin einer christlichen Kirchengemeinde in Deutschland und Erfan Yarian, Menschenrechtler und Zeuge der Verfolgung der Bahai, unter Moderation von Valerio Krüger, Vorstandssprecher der IGFM, werden wir im Pressegespräch die Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran thematisieren.
Der junge Iraner Erfan Yarian ist Zeuge der Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran. Er erlebte, wie ein 15-Jähriger Nachbarsjunge, dessen Vater der Bahai-Gemeinschaft angehört, der Schule verwiesen wurde. Auch in der unmittelbaren Umgebung wurde ihm der Kontakt mit anderen Jugendlichen durch Regimeschergen verwehrt. Erfan Yarian setzte sich daraufhin ein, den Kontakt zur Familie beizubehalten. Anschließend wurde er selber bedroht und sogar das Restaurant seines Vaters wurde in Brand gesetzt. Trotzdem wollte Erfan die Freundschaft mit dem 15-jährigen nicht abbrechen.
Die aktuelle Situation in der Islamischen Republik Iran ist auch unter dem neuen Präsidenten Massud Peseschkian katastrophal. Der Unrechtsstaat missachtet systematisch die Rechte seiner Bürger. Angehörige religiöser, ethnischer und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierungen ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden. Zuletzt wurden in iranischen Gefängnissen über 100 Menschen über den Zeitraum eines Monats hingerichtet. Minderheiten im Iran, wie die Bahai, konvertierte Christen, Sunniten und weitere religiöse und ethnische Gruppierungen erleiden systematische Repression. Auch Frauen bleiben Bürger zweiter Klasse.
Die katastrophale Menschenrechtslage im Iran und die Vielzahl der politischen und Glaubensgefangenen sind seit Jahren ein wichtiger Schwerpunkt der IGFM-Arbeit.
Es reden:
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