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Stromausfall auf Kuba

Weite Teile Kubas sind seit über 50 Stunden ohne Strom. Die Regierung droht, jegliche Proteste gewaltsam niederzuschlagen.

IGFM: Regierung droht gewaltsame Niederschlagung von Protesten auf Kuba an

Stromausfall stürzt die Insel ins Chaos

Frankfurt am Main / Havanna, 22. Oktober 2024 – Die Proteste gegen den dreitägigen Stromausfall am Samstagabend ordnet Präsident Díaz-Canel als Versuch ein, „die öffentliche Ordnung zu stören“ und verkündete, dass die Regierung keine Unruhen dulde. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt vor Gewalt gegen die Protestierenden. Um die Informationsweitergabe zu unterminieren, ließ der Diktator bereits die Internetverbindung im Land temporär unterbrechen. Die IGFM fordert europäische Vertreter auf, das kubanische Regime mit Sanktionen zu belegen und freie Wahlen sowie ein Ende von Repression und Willkür unmittelbar einzufordern.

Der Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes stürzte die kubanische Bevölkerung ins Chaos. Die IGFM warnt, dass das kubanische Regime bereit sei, seine Drohung umzusetzen und massive Gewalt nutzen wird, um die Proteste niederzuschlagen. So teilte Díaz-Canel mit, er wolle gegen die Verantwortlichen „mit der Strenge der revolutionären Gesetze“ vorgehen. Zwar fließt inzwischen in einigen Teilen des Landes wieder Strom aber ein Großteil der Kubaner lebt weiterhin in sehr prekären Zuständen.

„Das Regime muss sich eingestehen, dass es seinen Bürgern nichts anbieten kann außer dem Schuldigmachen der USA für die selbst verschuldete wirtschaftliche miserable Lage. Systematisch werden seit Jahrzehnten Menschenrechte massiv missachtet und Gewalt, Folter und Willkür zur Durchsetzung der eigenen Macht benutzt. Dies muss ein Ende haben und es ist absehbar, dass das Castro-Regime zu Grunde geht,“ berichtet Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM.

Jahrzehntelange massive Menschenrechtsverletzungen

Das Leben vieler Gefangener ist in Gefahr, darunter zum Beispiel auch das des Deutsch-Kubaners Luis Frómeta Compte, warnt die IGFM. Auch die politische Gefangene Sissi Abascal Zamora ist Opfer staatlicher Willkür. Zamora ist aufgrund der Proteste vom 11. Juli 2021 inhaftiert und machte vor wenigen Tagen auf die fehlende Wasserversorgung im Gefängnis La Bellotex in Matanzas aufmerksam.

Die Unterdrückung durch das Castro-Regime äußert sich unter anderem durch die massive Einschränkung der Versammlungsfreiheit, friedliche Proteste werden oft gewaltsam aufgelöst. Dies wurde auch im Juli 2021 erkennbar. Dort kam es zu den größten Protesten seit mehreren Jahrzenten, Hunderttausende äußerten ihren Unmut über die Wirtschaftslage und die politische Unterdrückung. Gewaltsam gingen Sicherheitskräfte anschließend gegen die Proteste vor, tausende Personen wurden verhaftet, viele verletzt und getötet. Es folgten willkürliche Schnellverfahren und absurde Urteile durch die Justiz. Den Angeklagten wurde das Recht auf Verteidigung verweigert.

Wirtschaftskrise und Unterdrückung seit Jahrzehnten

Kuba steckt derzeit in der größten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, geprägt von hoher Inflation, Lebensmittel- und Medikamentenknappheit. Die Ein-Parteien-Herrschaft unterdrückt die Bevölkerung seit sechs Jahrzehnten, über 1.100 Menschen sind aus politischen Gründen in kubanischen Gefängnissen inhaftiert.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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