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US-Regierung von iranischer Justiz angeklagt

Am 12. September 2023 wurde die Abhaltung einer „Rechtsverhandlung“ gegen den deutschen Staatsbürger Jamshid Sharmahd und die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika in einem Sondergericht für internationale Beziehungen angekündigt. Nun geraten demokratische Regierungen und Abgeordnete in den Fokus iranischer Strafverfolgung, nachdem bereits der europäische Diplomat Johan Floderus seit mehr als einem Jahr dort festgehalten wird.

Iran: Staatshörige Justiz klagt US-Regierung und Deutschen Sharmahd an

Politische Geisel leider nicht Teil des aktuellen „Deals“

Frankfurt am Main, 13. September 2023 – Die iranische Justiz-Webseite „Mizan“ kündigte gestern die Abhaltung einer „Rechtsverhandlung“ gegen den deutschen Staatsbürger Jamshid Sharmahd und die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) im sogenannten „Sondergericht für internationale Beziehungen“ in Teheran an. Laut staatshörigem Richter Hosseinzadeh soll Jamshid Sharmahd angeblich die Verantwortung für eine umstrittene Explosion in Shiraz übernommen haben. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt erneut vor der gefährlichen Geisel-Diplomatie.

„Mit der Geiseldiplomatie erpresst das Mullah-Regime weiter und weiter demokratische Staaten wie Belgien, Deutschland und die USA. Es ist erschütternd, dass die Regierungen demokratischer Staaten dies scheinbar widerstandslos hinnehmen und das Mullah-Regime für seine Erpressung auch noch belohnen“, betont Edgar Lamm, Vorsitzender der IGFM.

Am 11. September wurde bekannt, dass US-Außenminister Blinken die Aufhebung des Embargos der eingefrorenen 6 Milliarden Dollar anordnete. Diese soll die Islamische Republik im Gegenzug für die Freilassung von fünf im Iran inhaftierten US-Bürgern erhalten.

„Jahrelange Isolationshaft ist Folter und Jamshid (Jimmy) hatte noch während des Schauprozess alle Anschuldigungen gegen ihn zurückgewiesen. Es erschüttert mich, dass mein Vater in dem sogenannten Deal bisher nicht berücksichtigt wurde und somit in Isolationshaft und Hinrichtungsgefahr bleibt“, so Tochter Gazelle Sharmahd im Gespräch mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. „Das Mullah-Regime will offensichtlich die Basis für die Hinrichtung und mögliche weitere Gegenleistungen der US-Regierung und der deutschen Regierung schaffen“, befürchten die Menschenrechtler.

Weitere Informationen zu Jamshid Sharmahd

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

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48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

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Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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