Vitaliy Gvozdenko

Der Fahrer aus Melitopol wurde am 29. April 2022 nach der Durchsuchung seiner Wohnung von russischen Soldaten verschleppt. Gemeinsam mit anderen Zivilgefangenen soll Gvozdenko vom russischen Militär zur Zwangsarbeit gezwungen worden sein. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.
Ukranischer Fahrer verschleppt
Vitaliy Gvozdenko stammt aus der Stadt Melitopol und arbeitete vor seiner Gefangenschaft als Fahrer.
Verschleppung
Am Morgen des 29. April 2022 drangen russische Soldaten in Vitaliys Wohnung ein und durchsuchten diese. Seine Dokumente, sein Handy und zwei Laptops wurden beschlagnahmt. Die Soldaten nahmen Vitaliy fest und verschleppten ihn an einen unbekannten Ort.
Zwei Wochen später wurde in einem russischen Fernsehsender ein Video ausgestrahlt, in dem Vitaliys Angehörige ihn und andere festgenommene Einwohner von Melitopol erkannt. Ihnen werden angebliche terroristische Aktivitäten gegen Russland vorgeworfen. Später erfuhr Vitaliys Familie, dass die illegal Verschleppten in der Nähe der Stadt Polohy (Region Saporischschja) festgehalten wurden. Außerdem zwang das russische Militär die Zivilgefangenen dazu, Schützengräben für die russischen Soldaten auszuheben.
Im März 2023 wurden Vitaliy und andere verschleppte Ukrainer in das Untersuchungsgefängnis Nr. 2 der russischen Stadt Taganrog gebracht. Dort hielt man sie bis März 2024 fest. Im selben Jahr fand in Rostow am Don ein Prozess gegen die Gefangenen statt. In diesem Verfahren trat Vitaliy als Zeuge auf. Die Angehörigen vermuteten, dass die zivilen Gefangenen nach dem Prozess wieder nach Taganrog zurückgebracht werden könnten. Bis heute hat die Familie keine Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand von Vitaliy erhalten.
Gesundheitszustand
Aktuell gibt es keine Informationen über Vitalys Gesundheit.
Stand: Juli 2025



