Becher übernimmt politische Patenschaft

Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD) aus Gießen setzt sich gemeinsam mit der IGFM für die verschleppte ukrainische Zivilistin Ljudmila Kolesnikowa ein, die zu 17 Jahren Haft verurteilt wurde. Foto Pate: Büro Frank-Tilo Becher
Verschleppt und 17 Jahren Gefängnis verurteilt – Gießener Ob fordert Freilassung
Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher aus Gießen übernimmt politische Patenschaft für verschleppte ukrainische Zivilistin Ljudmila Kolesnikowa
Frankfurt am Main/Gießen, 03. Juni 2026 – Für die Freilassung der willkürlich verschleppten und verurteilten ukrainischen Zivilistin Ljudmila Kolesnikowa setzt sich der Gießener Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD) ein. Becher hat eine politische Patenschaft für die Ukrainerin im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übernommen. Die Menschenrechtsorganisation verurteilt die Verschleppung und Verurteilung tausender ukrainischer Zivilisten durch russische Okkupationstruppen.
Ljudmila Kolesnikowa lebte nach ihrer Flucht von der besetzten Krim 2022 in Irland, wo sie sich ein Leben aufbaute. Im Juni 2024 kehrte sie zurück, um ihre an Krebs verstorbene Mutter zu beerdigen. Kurz nach der Beisetzung wurde Ljudmila vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB festgenommen. Grundlage der Verfolgung war eine angebliche Spende in Höhe von 25 Euro zugunsten der ukrainischen Streitkräfte. Am 5. Juni 2025 wurde sie wegen „Hochverrats“ nach Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation zu 17 Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Das Verfahren fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und erfüllte keinerlei rechtsstaatliche Mindeststandards.
Einsatz für Gefangene und für Rechtsstaatlichkeit
Die IGFM dokumentiert seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zahlreiche Fälle von Verschleppungen, Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch russische Truppen und setzt sich für die Freilassung verschleppter Zivilisten ein. Sie unterstützt Angehörige und macht auf das Leid der Opfer aufmerksam und setzt sich mit einem Fair Trial-Monitoring vor dem Obersten Antikorruptionsgericht der Ukraine in Kyjiw für rechtsstaatliche Strukturen ein.
Gemeinsam mit der IGFM fordert der Gießener Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD) die sofortige Freilassung der Ukrainerin sowie aller anderen zu Unrecht verschleppten und verurteilten ukrainischen Zivilisten. Die Patenschaft wurde durch IGFM-Mitglied Gerhard Keller vermittelt, der zudem Vorstand der Initiative „Wahrheitskämpfer – Portraits ermordeter und verfolgter Journalist:innen“ ist.




