Politische Gefangene im Iran

Im Iran engagieren sich zahlreiche Menschen unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit und Menschenrechte. Tausende von ihnen werden dafür politisch verfolgt und inhaftiert. Das politische Patenschaftsprogramm der IGFM schenkt inhaftierten Bürgerrechtlern, Journalisten, Demonstranten und weiteren politisch Verfolgten im Iran eine Stimme.
„Öffentlichkeit schafft Schutz für Menschenrechtsverteidiger und Bürgerrechtler“
Einsatz für politische Gefangene in der Islamischen Republik Iran
Seit der Machtübernahme der Mullahs im Zuge der Islamischen Revolution im Jahre 1979 hat sich der Iran zu einer Nation mit einer der skandalösesten Menschenrechtsbilanzen weltweit entwickelt. Trotz angewandter rhetorischer Besänftigung durch den 2013 gewählten iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, zeigte sich keine Besserung der Menschenrechtslage im Iran. Nach der Machtübernahme durch Ebrahim Raisi 2021, der für Tausende von Hinrichtungen in den 80er Jahren verantwortlich war, hat sich die Situation nur noch verschlechtert. Im Mai 2024 kam Präsident Raisi bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Masoud Pezeshkian, der als „Reformist“ geltende Präsident Irans, gewann die vorgezogenen „Wahlen“ (im Iran gibt es keine freien Wahlen). Nun führt er das Werk der Mullahs fort. Unter seiner Führung hat sich bisher keine wesentliche Veränderung in der Menschenrechtslage abgezeichnet. Weiterhin werden oppositionelle Bewegungen niedergeschlagen, Regimegegner und Angehörige religiöser Minderheiten verfolgt, inhaftiert und getötet.
Und dennoch engagieren sich zahlreiche Menschen unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit und Menschenrechte im Iran. Ihren Einsatz und ihr Engagement in oppositionellen Gremien, als Frauenrechts- und Studentenaktivisten, als unabhängige Journalisten und kritische Wissenschaftler, bezahlen sie häufig mit ihrer Freiheit oder gar ihrem Leben. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) werden Tausende Menschen derzeitig unschuldig und aus politischen Gründen festgehalten.
Hinweis: Die derzeitige Lage im Iran erschwert den Zugang zu Informationen über politische Gefangene und ihre Situation immens und es können oftmals keine verifizierten Updates erfasst werden. Aufgrund des andauernden Krieges ist es zudem nicht möglich, Briefe an die Gefangenen direkt in den Iran zu senden. Wir empfehlen als Alternative, sich an die iranische Botschaft in Deutschland mit Appellbriefen zu wenden und eine Verbesserung der Haftbedingungen für die politischen Gefangenen zu fordern.
Erfolge der Menschenrechtsarbeit
Menschenrechtsarbeit braucht Ausdauer – manchmal viel Ausdauer. Vor allem dann, wenn Diktaturen sehen, dass Menschenrechtler erfolgreich arbeiten, gesellschaftlichen Einfluss gewinnen und dadurch die Willkür menschenfeindlicher Regime in Frage stellen. Es ist daher schon ein Erfolg, wenn Menschenrechtler in Gefangenschaft nicht (mehr) gefoltert werden, wenn sie Zugang zu Angehörigen bekommen und sich ihre Haftbedingungen verbessern. Manchmal aber, dauert der Einsatz wirklich lange – umso größer ist die Freude, wenn Menschenrechtler dann schließlich doch freigelassen werden.






