Hossein Mohammadi

Der iranische Schauspieler Hossein Mohammadi nahm am 2. November 2022 an einer Trauerfeier in Karaj teil. Anschließend wurde er verhaftet und zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Junger Schauspieler zu zehn Jahren Haft im Exil verurteilt
Hossein Mohammadi ist ein iranischer Schauspieler im Iran und erhielt 2019 einen Preis für den besten männlichen Schauspieler in einem Festival für kreative Kunst. Er wurde während der Proteste im Iran nach dem Tod von Jina Mahsa Amini verhaftet und zu zehn Jahren Haft im Exil verurteilt. Der Schauspieler hatte am 2. November 2022 an der Trauerfeier zum 40. Todestag von Hadis Najafi in Karaj teilgenommen. Einige Tage später, am 5. November, wurde er zu Hause festgenommen und in erster Instanz zum Tode verurteilt.
Willkürliche Verurteilungen
Informationen zufolge, wurden er sowie vier weitere Demonstranten angeklagt, einen Angehörigen der Basidsch-Miliz, Irans inoffizieller Hilfspolizei oder „Sittenwächter“, getötet zu haben. Diese Vorwürfe sind konstruiert und wird gezielt gegen Demonstranten eingesetzt, wie auch gegen den Minderjährigen Arian Farzamnia. Jegliche laufenden „Prozesse“ entsprechen keinen rechtsstaatlichen Mindeststandards, sondern sind reine Schauprozesse des Regimes. Die Todesurteile, gefällt in unfairen Schnellverfahren, spiegeln die Angst des Mullah-Regimes vor der Demokratiebewegung.
Todesurteil aufgehoben
Ende April 2023 wurde Hossein Mohammadis Todesurteil aufgehoben und er wurde zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt. In einem Berufungsverfahren bestätigte der Oberste Gerichtshof am 23. August 2023 die verhängte 10-jährige Haftstrafe im Exil. Am 29. August 2023 brachte man ihn dann in das Kerman-Gefängnis, um seine Haftstrafe anzutreten. Am 15. Oktober 2023 verlegte man Hossein in den Verbrechertrakt des Kerman-Gefängnisses. Dies verstößt gegen den Grundsatz der Verbrechenstrennung.
Stand: Februar 2024



