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Parsa Najafi

Parsa Najafi, geboren 2006, ist Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Bahá’í  im Iran und wurde am 6. Juni 2026 in der Stadt Isfahan ohne Anklage festgenommen. Seitdem sitzt er im Gefängnis Dastgerd in Isfahan und erhält keinen anwaltlichen Beistand.

Willkürliche Haft in Isfahan

Parsa Najafi
Geburtsdatum: 27. Juni 2006

Festnahme: 6. Juni 2026

Inhaftiert in: Gefängnis Dastgerd in Isfahan

Vorwurf: angebliche “Zusammenarbeit mit Israel”

Urteil: Todesstrafe

Parsa Najafi, geboren 2006, Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der  Bahá’í  im Iran, ist am 6. Juni 2026 in der Stadt Isfahan festgenommen worden. Ein Grund für die Festnahme wurde ihm nicht genannt. Seitdem sitzt er nun im Gefängnis Dastgerd in Isfahan, wo er in Isolation seinen 20. Geburtstag feierte. Juristische Standards werden ignoriert: Es gibt keine Anklage gegen Parsa und sein Recht auf anwaltlichen Beistand wird übergangen.

Repressionen und staatliche Willkür gegen Gläubige der Bahá’í sind in den letzten 10 Jahre an der Tagesordnung. Keine andere religiöse Minderheit wird im Iran dermaßen unter Druck gesetzt. Aus diesem Grund liegt es nahe, dass der junge Iraner durch Geheimdienstmitarbeiter bei der Hausdurchsuchung am 6. Juni 2026 allein wegen seines Glaubens festgenommen wurde.

Die IGFM ist besorgt über Berichte, denen zufolge er massiv unter Druck gesetzt worden ist, ein falsches Geständnis über Spionage und Zusammenarbeit mit Israel abzulegen. Darüber hinaus wurde seinen Eltern nach anfänglichen Besuchen schließlich der weitere Kontakt zu ihrem Sohn verweigert, was den Druck auf den jungen Gefangenen nochmals erhöht. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung des Glaubensgefangenen.

Hintergrund

Der Staat stuft die im 19. Jahrhundert aus dem Islam hervorgegangene Religion als Häresie ein, da sie eine nachislamische Offenbarung darstellt. Zudem werden die Anhänger zu Unrecht als politische Bedrohung und Spione dargestellt, um ihre systematische Unterdrückung zu rechtfertigen.

Eine Auswertung der Jahresberichte des Zentrums für Statistik, Publikationen und Arbeit  von Menschenrechts-Aktivisten im Iran zeigt, dass im vergangenen Jahr durchschnittlich 62 Prozent der Berichte über religiöse Minderheiten und Verletzungen der Bürgerrechte der Bahá’í gewidmet waren.

Stand: August 2026

So können Sie Parsa helfen:

Post an politische Gefangene ist oft ein wirksamer Schutz gegen Misshandlungen, denn die Post zeigt dem Gefängnispersonal und den Behörden, dass ein Gefangener im Ausland bekannt ist. Den politischen Gefangenen hilft das Wissen, in der Welt nicht vergessen zu sein.

Deshalb: Schreiben Sie aufmunternde Worte direkt an Parsa Najafi.

To

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Islamischen Republik Iran und den iranischen Justizchef in Teheran, Gholamhossein Mohseni-Ejei. Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung der/s Gefangenen:

Iranische Botschaft in Deutschland
Botschafter: Herr Majid Nili Ahmadabadi
Botschaft der Islamischen Republik Iran
Podbielskiallee 65-67
14195 Berlin
E-Mail: [email protected]

Iranischer Justizchef 
Chief Justice Gholamhossein Mohseni-Ejei
The judiciary
Valiasr Avenue, Pastor Avenue, In front of Jami police station
Tehran
Islamic Republic of Iran

Betreff: „Bitte um die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der Gefangenen Vorname Nachname“

Sehr geehrter Herr Botschafter / Sehr geehrter Herr Justizchef, …

mit diesem Schreiben bringe ich meine Besorgnis über die mir vorliegenden Berichte zur Situation des iranischen Staatsbürgers Parsa Najafi zum Ausdruck. 

Der junge Bahá’í wurde ohne Angabe eines Haftgrundes festgenommen. Bis heute gibt es keine Anklage, sein Recht auf anwaltlichen Beistand wird ignoriert. Parsa droht die Todesstrafe.

Ich erbitte Ihre Rückmeldung, was Sie zur Aufklärung dieses Falls tun werden, und fordere die schnellstmögliche Freilassung, sowie die Aufhebung des Urteils.


Bitte schützen Sie das Leben von Parsa Najafi!


Hochachtungsvoll,

Machen Sie in den sozialen Medien auf Parsa aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

#ParsaNajafi
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پارسا نجفی#

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Weitere politische Gefangene im Iran

Pejman Zareh

Pejman Zareh, Angehöriger der Bahá'í-Gemeinschaft im Iran, sitzt seit dem 14. März 2026 ohne Anklage in Haft. Fordern Sie mit uns seine Freilassung und den Zugang zu dringend notwendiger medizinischer Versorgung.

Peyvand Naimi

Der Bahá’í Peyvand Naimi wurde ohne Beweise festgenommen und wird unter schwerer Folter sowie Scheinhinrichtungen zu falschen Geständnissen gezwungen. Aufgrund seiner religiösen Identität droht ihm in einem unfairen Verfahren die Todesstrafe, während ihm trotz kritischen Zustands jede medizinische Hilfe verweigert wird.

Borna Naimi

Der Karate-Sportler Borna Naimi wurde aufgrund seiner Bahá’í-Zugehörigkeit inhaftiert und durch Elektroschocks, Scheinhinrichtungen sowie Drohungen gegen seine kleine Tochter zu einem falschen Geständnis gezwungen. Ohne Beweise oder rechtlichen Beistand droht dem Familienvater nun die Todesstrafe, während ihm die notwendige medizinische Behandlung seiner Folterverletzungen verweigert wird.

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