Mykhailo Sorokin

Der Rentner Mykhailo wurde zu 6 Jahren Haft verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, einen improvisierten Sprengsatz besessen zu haben. Mykhailo leidet unter mehreren gesundheitlichen Problemen, die sich während seiner Inhaftierung verschlechterten.
Wegen angeblichem Sprengsatzfund verurteilt
Mykhailo ist Rentner. Vor seiner Pensionierung hat er lange Zeit als Busfahrer gearbeitet.
Verschleppung
Am 28. Mai 2023 verließ Mykhailo die Ukraine in Richtung der besetzten Stadt Luhansk, in der er vor dem Krieg gelebt hatte. Seine Reise entsprang dem verständlichen Wunsch, nach seiner Wohnung zu sehen – er wollte sich vergewissern, dass sein Zuhause unbeschädigt und nicht während seiner Abwesenheit geplündert worden war. Da eine direkte Route von der Ukraine nach Luhansk unmöglich ist, führte sein Weg ihn über Polen, Belarus und die Russische Föderation – eine beschwerliche Reise, die die komplexen Realitäten der Region widerspiegelt.
Am 2. Juni 2023 wurde Mykhailo beim Überqueren der Grenze zwischen der Russischen Föderation und der Region Luhansk am Kontrollpunkt „Izwaryne“ von FSB-Beamten festgenommen.
In den folgenden Tagen wurden die Wohnungen von Mykhailo und seinen Verwandten durchsucht. Die FSB-Beamten berichteten, dass sie bei der Durchsuchung der Datscha von Mykhailo angeblich einen improvisierten Sprengsatz gefunden hätten.
Am 7. Juni 2024 wurde Mykhailo zu 6 Jahren Haft verurteilt. Er befindet sich derzeit in der Strafkolonie Nr. 5 in der Stadt Swerdlowsk (Region Luhansk).
Gesundheitszustand
Mykhailo leidet an Bluthochdruck 2. Grades, einer koronaren Herzkrankheit und einer Sehschwäche aufgrund von grauem Star. Es ist bekannt, dass er während seines Aufenthalts im Untersuchungsgefängnis aufgrund des hohen Blutdrucks mehrmals das Bewusstsein verlor. Derzeit ist bekannt, dass bei ihm auch ein Leistenbruch und Blutarmut festgestellt wurden.
Stand: Oktober 2024



