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Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

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Praktikum in Frankfurt 

Gemeinsam mit IGFM-Aktiven aus der Ukraine, Moldau, Deutschland und Armenien.

Vernetzung junger Medienakteurinnen 

Rima Vardanyan (IGFM Armenien)

Im Rahmen eines vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts empfangen wir, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) von November bis  Dezember zwei Medienakteurinnen aus der Ukraine und Armenien in Frankfurt. Während ihres sechswöchigen Aufenthalts absolvieren sie ein Praktikum bei uns, um die Arbeit der Medien in Deutschland sowie praktische Erfahrungen im Bereich Menschenrechte zu sammeln.

Beide Praktikantinnen nehmen bereits seit mehreren Monaten gemeinsam mit unseren IGFM-Sektionen vor Ort an Workshops teil. Diese fördern die „Verbesserung der kritischen Berichterstattung in der Ukraine und Armenien“, die „Vernetzung junger Medienakteurinnen in ihren Ländern und mit deutschen Medienschaffenden“ sowie die „Stärkung der Sichtbarkeit vulnerabler weiblicher IDP-Gruppen“.

Rima schreibt über sich:

Hallo, ich bin Rima, eine 28-jährige enthusiastische Menschenrechtsaktivistin aus dem Dorf Sarnaghbyur in der Shirak – Region. Ich bin leidenschaftlich daran interessiert zu schreiben, Neues zu schaffen und klare Meinungen zu Themen zu bilden, die mich interessieren, und diese durch meine Kommunikationsfähigkeiten auszudrücken. In einem Ort mit begrenzten geografischen und sozioökonomischen Möglichkeiten bin ich auf viele Menschenrechtsprobleme gestoßen, die eine Hauptmotivation für meine Arbeit waren. Mein Vater nahm an beiden Arzach-Kriegen teil, und das ist ein wichtiger Grund, warum ich begann, über Menschenrechtsverletzungen zu schreiben.

Ich schreibe hauptsächlich in Prosa, habe aber auch einige Werk e in Versform. Schreiben ist eine meiner besten Möglichkeiten, mich auszudrücken, da ich ein breites Spektrum an Interessen habe: Literatur, Sport, Marketing, Menschenrechte, Tanz und mehr. Ich glaube, dass meine Liebe zur Literatur und Kunst sowie meine Verbindung zur Natur mich ebenfalls dazu angeregt haben, mit dem Schreiben zu beginnen.

Derzeit verfolge ich meinen zweiten Abschluss in Rechtswissenschaften, um eine zukünftige Anwältin zu werden. Mein erster Abschluss ist in internationalen Beziehungen, und beide Bereiche haben meine Arbeit nur bereichert, indem sie mir geholfen haben, kritisches Denken ständig weiterzuentwickeln und Themen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Rima Vardanyan aus Armenien und Svitlana Selivanova aus der Ukraine gemeinsam mit dem Vorstand der deutschen IGFM-Sektion

Rima Vardanyan (2.v.r.) aus Armenien und Svitlana Selivanova (3.v.r.) aus der Ukraine gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern der deutschen IGFM-Sektion

Seit 2014 engagiere ich mich aktiv in der freiwilligen Arbeit und nehme an verschiedenen Projekten und öffentlichen Aktivitäten teil. Durch das Erasmus Plus – Programm nahm ich an verschiedenen Austauschprojekten und Seminaren teil. Es war tatsächlich eine Bewerbung für eines dieser Programme, die mich nach Deutschland brachte. Zum ersten Mal hörte ich über Facebook von der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte ). Ich händigte die Bewerbung ein und war begeistert, als Bela, die Leiterin der armenischen IGFM – Sektion , mich zu einem Vorstellungsgespräch einlud. So begann meine Reise.

In Armenien nahm ich an drei Seminaren zu den Themen Menschenrechte im Journalismus, Datenschutz, Meinungsfreiheit, journalistische Integrität, Vermeidung von Hassrede, Aufklärung über Fehlinformationen und mehr teil. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses wurde ich eingeladen, an der zweiten Phase des Programms teilzunehmen, und hier bin ich nun, in Deutschland, und mache mein Praktikum im Hauptbüro der IGFM.

Es ist jetzt eine Woche, seit ich angekommen bin, und es ist eine unglaubliche Erfahrung. Ich habe die Gelegenheit, mit Fachleuten zu interagieren und zu arbeiten. Noch ein Monat Praktikum liegt vor mir – stay tuned!

#civilsocietycooperation #humanrights #menschenrechte #igfm

Gefördert vom Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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