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Fecker übernimmt Politische Patenschaft

Björn Fecker (B90/Grüne) hat die politische Patenschaft von Familie Fallahi übernommen, die im Rahmen der landesweiten Proteste im Jahr 2022 festgenommen wurden. Der zum Zeitpunkt der Festnahme 66-jährige Vater und seine zwei Kinder werden unter extremen Bedingungen und ohne Zugang zu einem Anwalt im berüchtigten Evin Gefängnis festgehalten. Bild: Pressefoto, privat

Familienvater mit Kindern in Haft

Frankfurt am Main / Bremen, 31. Januar 2024 – Der Senator für Finanzen und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Björn Fecker, setzt sich als politischer Pate für die Freilassung der im Iran inhaftierten Familie Fallahi ein. Die Familie wird ohne juristischen Beistand seit November 2022 auf unbestimmte Zeit im Evin-Gefängnis festgehalten. Der Fall des Vaters Nasrollah und der zwei Geschwister Arghavan und Ardavan Fallhi ist von Intransparenz geprägt.

Die während der Festnahme 22-jährige Arghavan wurde gemeinsam mit ihrem Vater Nasrollah am 4. November 2022 festgenommen. Einen Tag zuvor wurde bereits ihr Bruder Ardavan verhaftet. Seit der Festnahme hat die Familie keinen Zugang zu einem Anwalt. Zudem wurden alle Kautionsanfragen abgelehnt und ihre vorübergehende Haftordnung verlängert. Die Anklagepunkte gegen Nasrollah Fallahi und seine Tochter lauten „Mitgliedschaft in Gruppen mit der Absicht die nationale und internationale Sicherheit zu gefährden“, „Verschwörung und Absprache gegen die nationale Sicherheit“ und „Propaganda gegen das Regime“. Die Anklage gegen Ardavan lautet „Beteiligung an Propaganda gegen das Regime“.

Die Geschwister Arghavan und Ardavan waren über 60 Tage lang unter unmenschlichen Bedingungen in Einzelhaft gehalten worden, bevor sie am 12. Februar 2023 ins Evin-Gefängnis gebracht wurden. Beide wurden mehrfach unter extremen physischem sowie psychischem Druck verhört und es besteht ernsthafte Sorge um ihr Wohlergehen.

Björn Fecker setzt sich im Rahmen des Patenschaftprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung der Familie Fallahi ein. Politische Patenschaften sind ein bedeutendes und erprobtes Mittel der Menschenrechtspolitik, das vor allem individuelle Hilfe für Opfer bedeutet, indem internationale Aufmerksamkeit geschaffen wird.

Weitere politische Gefangene, für die wir uns einsetzen:

Oliver Bruno Palacios

Der indigene Mayangna Oliver Bruno Palacios wurde im August 2023 festgenommen und im Februar 2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der Parkranger ist im Hochsicherheitsgefängnis Jorge Navarro Maximum Security Penitentiary unter schweren Bedingungen und ohne ausreichende medizinische Versorgung inhaftiert. Die IGFM warnt, dass seine Gesundheit und körperliche Unversehrtheit ernsthaft gefährdet sind.

Evertz Antonio Bruno Palacios

Der indigene Evertz Antonio Bruno Palacios wurde im August 2023 festgenommen und im Februar 2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Jorge Navarro Maximum Security Penitentiary unter schweren Bedingungen und ohne ausreichende medizinische Versorgung. Die IGFM warnt, dass seine Gesundheit und körperliche Unversehrtheit ernsthaft gefährdet sind.

Tony Alberto Bruno Smith

Tony Alberto Bruno Smith wurde im August 2023 festgenommen und im Februar 2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Jorge Navarro Maximum Security Penitentiary unter schweren Haftbedingungen. Die IGFM warnt, dass seine Rechte und seine körperliche Unversehrtheit ernsthaft gefährdet sind.

Rodrigo Bruno Arcángel

Rodrigo Bruno Arcángel gehört dem indigenen Volk der Mayangna aus Musawas im autonomen Karibikgebiet Nicaraguas an und engagierte sich als freiwilliger Parkranger für den Schutz des indigenen Territoriums im Biosphärenreservat Bosawás. Am 13. August 2023 wurde er bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz in seinem Haus festgenommen und dabei körperlich misshandelt. Im Februar 2024 wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt; internationale Beobachter bewerten seine Inhaftierung als willkürlich.

Nadeschda Rossinskaja

Nadeschda Rossinskaja wurde im Februar 2024 festgenommen, weil sie ukrainische Zivilisten humanitär unterstützte. Ein russisches Militärgericht verurteilte sie im Juni 2025 wegen angeblichen Hochverrats und „Terrorismusfinanzierung“ zu 22 Jahren Haft.

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