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Jamshid Sharmahd ermordet

 

Islamische Republik Iran: Hinrichtung des deutschen Staatsbürgers Jamshid Sharmahd

 

Nach angekündigtem Staatsmord: Appeasement kostet Menschenleben

Frankfurt am Main/ Teheran, 28. Oktober 2024 – Die Hinrichtung des deutschen Staatsbürgers Jamshid Sharmahd war ein Mord mit Ankündigung. In einem Schauprozess, ohne Rechtsbeistand, nach Entführung und Folter wurde der politische Gefangene erhängt. Laut der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zeugt der Staatsmord von der perversen Brutalität des klerikal-faschistischen Mullah-Regimes. Die deutsche Bundesregierung muss sich erklären, warum es ihr Vergleich zu anderen europäischen Regierungen nicht gelungen ist, einen eigenen Staatsbürger zu retten, fordert die IGFM.

Die IGFM ist erschüttert und drückt Tochter Gazelle Sharmahd sowie der gesamten Familie ihre aufrichtige Anteilnahme aus.

„Jamshid Sharmahds Hinrichtung war ein Mord mit Ansage. Viel zu lange haben Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika tatenlos zugeschaut oder nur halbherzige Versuche unternommen, ihren unschuldigen Bürger aus dem Griff des Terrorregimes im Iran zu befreien. Sein Tod darf nicht folgenlos bleiben. Die deutsche Außenministerin muss sich nun erklären oder zurücktreten“, teilt Matthias Böhning mit, Generalsekretär der IGFM.

Die IGFM kritisiert die deutsche Bundesregierung und die US-amerikanische Administration für den unzureichenden Einsatz, das Leben des zu Unrecht verurteilten Staatsbürgers bzw. „resident“ zu retten. Trotz unermüdlichen Appellen der Tochter Gazelle Sharmahd und einer breiten internationalen Allianz von Demokratieaktivisten, Initiativen und Experten, haben beide Regierungen keine der vorgeschlagenen Maßnahmen ergriffen. Während andere europäische Länder ihre Gefangenen teilweise durch einen Austausch von Gefangenen retten konnten, ist keine einzige deutsche Geisel im Iran freigekommen, so die IGFM.

„Die islamische Regierung des Irans steht für Mord, Terror und Hinrichtung weltweit. Leider schaffen es deutsche Regierungen seit Jahrzehnten nicht, diesem systematischen Terror adäquat zu begegnen. Warmherzige Treffen, Glückwunschtelegramme und Interesse am Machterhalt der Mullahs aufgrund angeblicher Angst vor einem geostrategischen Machtvakuum nach einem möglichen Systemsturz widersprechen dem glaubwürdigen Einsatz für Menschenrechte“, so Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der deutschen IGFM-Sektion.

Die IGFM fordert die US-Regierung als auch die deutsche Bundesregierung auf, unverzüglich hoheitliche Maßnahmen gegenüber der Islamischen Republik einzuleiten, einschließlich der Einstellung aller Zahlungen und Finanztransfers in den Iran, des Entzugs der Landeerlaubnis für iranische Fluggesellschaften, der Schließung iranischer Banken sowie die Ausweisung aller Diplomaten der Islamischen Republik Iran bis auf einen Geschäftsträger.

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