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Bodybuilder in Sicherheit

Der kurdische Bodybuilder wurde höchst wahrscheinlich aufgrund der Absage seiner Teilnahme an einem internationalen Bodybuilding-Wettbewerb und der Solidarisierung mit den anhaltenden landesweiten Proteste festgenommen. Er wurde am 4. Januar 2023 in seinem Zuhause überfallen und entführt. Jetzt ist er  endlich in Deutschland in Sicherheit.

Endlich in Sicherheit: Sportler und Aktivist entkommt Verfolgung und Lebensgefahr

Iranischer National-Bodybuilder warnt vor Mullah-Regime

Gedenkveranstaltung in Hannover

Frankfurt am Main/ Hannover, 15. September 2023 – Der professionelle Bodybuilder Asoo Sivan Yari solidarisierte sich mit der Demokratie- und Freiheitsbewegung im Iran und fürchtete deswegen um sein Leben. Der 24-jährige kurdisch-iranischer Athlet aus Javanrud erlebte die brutalen Militäreinsätze in seiner Stadt hautnah mit. Am 16. September spricht er in Hannover bei einer Gedenkveranstaltung zu Mahsa (Jina) Aminis Todestag über den Terror des Mullah-Regimes, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Er appelliert an die Politik, den Irreführungen und den Lobbyisten der Islamischen Republik Iran zu widerstehen und das Mullah-Regime zu isolieren.

Zum ersten Mal kann der Bodybuilder auf einer Demonstration sprechen ohne um sein Leben fürchten zu müssen, berichtet die IGFM. Er warnt die internationale Gemeinschaft vor den Lobbyisten und den Irreführungen der Islamischen Republik. Nach seiner Entführung und Verhaftung durch regimetreue Kräfte konnte er in Deutschland Zuflucht finden. Der Bremer Landespolitiker Thore Schäck (FDP) übernahm im Januar 2023 eine politische Patenschaft für den Athleten und forderte lautstark seine Freilassung.

Bei der Kundgebung werden auch die Landtagspräsidentin Hanna Naber (SPD), die Landtagsabgeordnete Martina Machulla (CDU) und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), sprechen, die sich alle mit einer politischen Patenschaft für die Freilassung von politischen Gefangenen einsetzen. Die Veranstaltung „Ein Jahr Frau Leben Freiheit“ beginnt um 11.30 Uhr am Opernplatz.

Brutale Gewalt durch Militär
Der 24-jährige Athlet aus der westiranischen Provinz Kermanshah sah sich mit einer entscheidenden Wahl konfrontiert: Konformismus und Karriere oder Freiheit der Menschen in Iran. Der professionelle Bodybuilder hatte zahlreiche Titel gewonnen und war Meister in der Klasse „Physique“. Wenige Tage vor Beginn eines internationalen Bodybuilding-Wettbewerbs verweigerte er beharrlich seine Teilnahme. Wie viele weitere Sportler im Iran, solidarisierte er sich und protestierte gegen die blutige Niederschlagung der landesweiten Demonstrationen. In seiner Heimatstadt Javanrud wurden die Proteste von Oktober bis Dezember 2022 durch Militäreinheiten mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. Mindestens acht unbewaffnete Menschen wurden in der kurdisch geprägten Stadt erschossen und mehr als 80 Personen wurden verletzt.

Asoo Sivan Yari ist endlich in Sicherheit

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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