Zum Inhalt springen

Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

Aktuelle Fälle
IGFM Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte
Jetzt Spenden

Venezuela: Massive Wahlfälschung 

Die Präsidentschaftswahlen waren mehr als eindeutig. Doch die vom Regime bekannt gemachten Ergebnisse warfen massive Zweifel auf. Es zeigte sich schnell, dass die Ergebnisse gefälscht waren. Nach Einsicht in die Listen ist klar, der Oppositionelle Edmundo González Urrutia hat die Wahl deutlich gewonnen, doch Machthaber Maduro will das Ergebnis der Wahl nicht akzeptieren und lässt seine Regimeschergen mit Gewalt auf die protestierenden Demonstranten los.

Über sechs Millionen Stimmen für Edmundo González Urrutia

Massiver Wahlbetrug in Venezuela

IGFM verurteilt Wahlbetrug und warnt vor Gewalt gegenüber Zivilisten

Frankfurt am Main/ Caracas, 30. Juli 2024 – Angesichts massiver Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung fordert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) den venezolanischen Staat rund um den abgewählten Machthaber Maduro auf, die Rechtsstaatlichkeit zu respektieren. Hunderttausende Venezolaner protestieren landesweit gegen den Wahlbetrug und fordern den Rücktritt Maduros. Nach Angaben der Opposition erreicht diese nach Auszählung von 75 Prozent der Wahlzettel über sechs Millionen Stimmen, Maduro lediglich knapp über 2,6 Millionen. Laut dem Kampagnenteam der Oppositionsführerin María Corina Machado hat Maduro ihre Verhaftung angeordnet.

„Die uneingeschränkte Achtung der demokratischen Entscheidungen des venezolanischen Volkes an den Wahlurnen muss respektiert werden. Beharrt das diktatorische Regime auf seinem Machtanspruch, drohen weitere Gewalt und Chaos“, warnt Edgar Lamm, Vorsitzender der IGFM.

In allen Regionen Venezuelas gewinnt die Opposition die Wahlen.

In allen Regionen Venezuelas gewinnt die Opposition die Wahlen.

Derweil demonstrieren im gesamten Land Hunderttausende Menschen gegen den Wahlbetrug des Maduro-Regimes. Die Demonstrierenden reißen Wahlplakate von Maduro herunter, stürzen Chávez-Statuen zu Boden und werden teilweise von Regimeschergen beschossen. Erste Einheiten der Polizei und des Militärs haben sich dem Protest angeschlossen und fordern Maduro auf, die Entscheidung des Volkes zu respektieren. Die IGFM warnt vor einer Eskalation der Gewalt, wenn Maduro die Macht nicht aufgibt.

Die Oppositionsführerin María Corina Machado warnte das Regime vor der Stürmung der argentinischen Botschaft, in der sich Flüchtlinge versteckt haben. Im Zuge der Proteste ist bereits ein Mensch ums Leben gekommen und es gab zahlreiche willkürliche Festnahmen, so die IGFM.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben