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Hinrichtung im Iran

Der junge Iraner Milad Zohrevand wurde am 23. November 2023 vom islamistischen Terrorregime des Irans hingerichtet. Zuvor wurde er wegen haltloser Anschuldigungen, willkürlich und ohne Rechtsbeistand zum Tode verurteilt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die Hinrichtung von Milad Zohrevand auf das Schärfste.

Islamische Republik Iran: Milad Zohrevand vom Terrorregime hingerichtet

Zahl der exekutierten Demonstranten der Jina-Mahsa-Amini-Bewegung steigt auf acht

Frankfurt am Main, 24. November 2023 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt auf das Schärfste die Hinrichtung des politischen Gefangenen Milad Zohrevand durch das islamistische Terrorregime. Aufgrund der Beteiligung an der Frau, Leben, Freiheit – Protestbewegung wurde  damit der achte junge Iraner exekutiert. Milad Zohrevand aus Malayer wurde aufgrund seiner friedlichen Teilnahme an den Protesten im Oktober 2022 festgenommen. Für seine Freilassung und das Aussetzen des Todesurteils hatte sich die IGFM und der Europaabgeordnete Martin Häusling im Rahmen einer politischen Patenschaft eingesetzt. 

Mohammad Mahdi Karmi, Mohammad Hosseini, Majid Reza Rahnavard, Mohsen Shekari, Majid Kazemi, Saeed Yaqoubi und Saleh Mirhashmi sind die weiteren unschuldige Demonstranten, die seit Beginn der Frau- Leben- Freiheit- Proteste in unfairen Schnellverfahren ermordet wurden. Er wurde fälschlicherweise beschuldigt, während der Proteste ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarde getötet zu haben, ein Willkürurteil, das das Regime zur Machtdemonstration einsetzt, berichtet die IGFM.

Diese haltlose Anschuldigung führte zu einem Todesurteil. Milad wurde während seiner Haft der Zugang zu einem Anwalt verweigert. Das Todesurteil wurde vor zehn Tagen vom Obersten Gerichtshof bestätigt. Die IGFM hatte vor der Hinrichtung gewarnt und forderte gemeinsam mit Europa-Abgeordnetem Martin Häusling, dem politischen Paten von Milad, die Justiz der Islamischen Republik auf, das Todesurteil aufzuheben. Der 21-Jährige wurde am gestrigen Donnerstag, den 23. November 2023, im Gefängnis von Hamedan hingerichtet. Milads Familie wurde nicht über die Vollstreckung des Urteils informiert und ein letzter Besuch verweigert.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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