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Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen, wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Aktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar’26 in Haft. Bild: privat

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

IGFM fordert sofortige Freilassung des kubanischen Menschenrechtsaktivisten – Hunger, Stromausfälle und mehr als 800 Menschenrechtsverstöße allein im August 

Frankfurt am Main, 21. September 2026 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) macht auf das Schicksal des kubanischen politischen Gefangenen Roilán Álvarez Rensoler aufmerksam. Der Menschenrechtsaktivist und Mitglied der Patriotischen Union Kubas (UNPACU) befindet sich seit dem 30. Januar 2026 in Haft und ist gesundheitlich schwer angeschlagen. Das angebliche „Verbrechen“ bestand darin, ein Plakat anzubringen, der darauf gegen ihn erhobene Hauptvorwurf lautet „Propaganda gegen die verfassungsmäßige Ordnung“.

Diese Bestimmung des kubanischen Strafgesetzbuchs würde laut IGFM routinemäßig dazu genutzt friedlichen Aktivismus und Dissens unter Verstoß gegen internationale Menschenrechtsstandards zu kriminalisieren. Álvarez Rensoler wird in der Haft mit Schlägen und grundloser Isolationshaft wiederholt misshandelt. Auch seine Familie ist von Repressionen betroffen: Besuchsmöglichkeiten würden eingeschränkt und von Angehörigen mitgebrachte Lebensmittel konfisziert. Besonders besorgniserregend ist der Gesundheitszustand des politischen Gefangenen. Álvarez Rensoler soll 48 Tage lang in einen Hungerstreik getreten sein, um gegen seine Inhaftierung und die Haftbedingungen zu protestieren. In diesem Zusammenhang sei es zu schweren gesundheitlichen Komplikationen bis hin zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand gekommen.

„Das Schicksal von Roilán Álvarez Rensoler darf nicht in Vergessenheit geraten. Die Berichte über Misshandlungen und die dramatische Verschlechterung seines Gesundheitszustands sind zutiefst besorgniserregend“, erklärt Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM. „Während Hunderttausende Kubaner unter Hunger, der katastrophalen Mangellage und Stromausfällen leiden, werden friedliche Demonstranten weiterhin kriminalisiert und verfolgt.“

Die IGFM sieht die Berichte über die Haftbedingungen und den Gesundheitszustand des Aktivisten mit großer Sorge. Bereits seit fast 15 Jahren soll Álvarez Rensoler wegen seines friedlichen politischen und menschenrechtlichen Engagements Einschüchterungen und staatlichen Repressionen ausgesetzt sein.

Nach Angaben der IGFM wurden im August 2026 in Kuba über 420 Personen Opfer von über 800 Menschenrechtsverletzungen. Das Land steckt in der schwersten Krise seiner jüngeren Geschichte. Die menschenrechtliche Lage ist katastrophal. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von über 1.200 politischen Gefangenen, die unter unmenschlichen Bedingungen leiden.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

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Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

709, 2026

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Russland: Kinderhospiz-Leiterin wegen Anti-Krieg-Posts verurteilt

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