Iran: Zwei Demonstranten hingerichtet

IGFM verurteilt die öffentliche Hinrichtung von zwei Teilnehmern der Januar-Proteste in Isfahan.
Öffentliche Hinrichtung auf dem Alikhani-Platz
Iran: Zwei Teilnehmer der Januar-Proteste hingerichtet
Frankfurt am Main/ Teheran/ Isfahan, 29. Juli 2026 – Heute Morgen wurden Abolfazl Sepahi Badjani und Amirhossein Safari Hosseinabadi auf dem Alikhani-Platz in Isfahan öffentlich hingerichtet. Beide waren während der landesweiten Proteste im Januar 2026 festgenommen und zum Tode verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt diese erneuten Hinrichtungen auf das Schärfste. Vielen weiteren Angeklagten in diesem Verfahren droht die unmittelbare Hinrichtung, berichtet die IGFM, erst heute morgen seien vier Gefangene in Einzelhaft verlegt worden.
„Diese Hinrichtungen zeigen erneut die brutale Repression des islamischen Regimes gegen Menschen, die im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten festgenommen wurden. Trotz schwerwiegender Zweifel an den Verfahren hält die iranische Justiz an der Vollstreckung von Todesurteilen fest “, teilt Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands, mit.
In dem Verfahren wurden in erster Instanz 15 Angeklagte zum Tode verurteilt. Nach Angaben der Verteidigung wurde das Todesurteil gegen einen Angeklagten von der übergeordneten Justizinstanz aufgehoben, während die Todesurteile gegen die übrigen 14 Angeklagten bestätigt wurden.
Die Namen von weiteren zehn zum Tode Verurteilten sind bekannt. Dazu gehören:
Alireza Sepahi, Erfan Esfandiari, Gol-Mohammad Mohammadi, Ghaem Hosseini, Shervin Bagherian, Amirhossein Maleki, Ali Dashti, Abolfazl Ebrahimi, Alireza Raisi und Amirhossein Ebrahimi Analoucheh.
Shervin Bagheri, Ghaem Hosseini, Amirhossein Maleki und Ali Dashti wurden in Einzelhaft in Isfahan verlegt, um die Hinrichtung vorzubereiten. Sie könnten morgen schon nicht mehr leben.






