Osteuropa

Die Region „Osteuropa und Mittelasien“ erstreckt sich über große Teile von Eurasien und hat viele Millionen Einwohner. Auch wenn sich der Wohlstand in einigen Ländern stark verbessert hat, gibt es noch viele Verletzungen von Menschenrechten dort. Minderheiten werden verfolgt und demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit oft nicht in die Tat umgesetzt.
Die IGFM engagiert sich schon lange für Betroffene in dieser Region und setzt sich sowohl für politisch Gefangene, als auch für mittellose Bürger in diesen Ländern ein.
Aktuelle Meldungen
Kasachstan: Russischer Aktivistin droht Auslieferung und Verfolgung
Die russische Aktivistin Julia Emelianova wurde 2025 bei einem Transit in Kasachstan festgenommen und ist seither von einer Auslieferung nach Russland bedroht, wo ihr nach Einschätzung von Menschenrechtlern politische Verfolgung und Haft drohen.
Russland – Junge politische Gefangene brauchen Hilfe
In Russland sind hunderte politische Gefangene im Alter zwischen 14 und 23 Jahren in Haft. Die IGFM unterstützt mit finanzieller Hilfe für die Tätigkeit ihrer Anwälte, für Reisekosten der Eltern, um ihre Kinder in entfernten Haftanstalten besuchen zu können, für gesunde Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und für Öffentlichkeitsarbeit, damit sie nicht vergessen werden.
Russland erstellt Online-Katalog mit entführten Kindern
Die russischen Besatzungsbehörden haben einen „Online-Katalog“ veröffentlicht, in dem entführte ukrainische Kinder wie Ware präsentiert werden – mit Foto, Haar- und Augenfarbe sowie Charakterbeschreibung. Über 19.000 Kinder wurden bereits verschleppt. Die IGFM fordert sofortiges Handeln der internationalen Gemeinschaft.
Fünf Jahre nach den Protesten in Belarus
Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Wahlen 2020 ist Belarus ein Staat, in dem freie Meinungsäußerung als Verbrechen gilt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt: Belarus ist ein Ort totalitärer Kontrolle, systematischer Gewalt und vollständiger Straflosigkeit. Die IGFM fordert Unterstützung für die Belarusen in Europa, die nicht nach Hause zurückkehren können, und eine entschlossenere Haltung Europas gegenüber dem Lukaschenko-Regime.
Politische Gefangene in der Russischen Föderation
Nadeschda Rossinskaja
Nadeschda Rossinskaja wurde im Februar 2024 festgenommen, weil sie ukrainische Zivilisten humanitär unterstützte. Ein russisches Militärgericht verurteilte sie im Juni 2025 wegen angeblichen Hochverrats und „Terrorismusfinanzierung“ zu 22 Jahren Haft.
Aleksander Skobow
Der russische Historiker und Dissident Aleksander Skobow wurde im März 2025 zu 16 Jahren Haft verurteilt – nur weil er den Krieg gegen die Ukraine verurteilte. Er ist schwer krank, fast blind – und doch bleibt er standhaft. Die IGFM fordert seine sofortige Freilassung.
Wadim Kobsew
Der Rechtsanwalt Wadim Kobsew wurde am 13. Oktober 2023 von den russischen Behörden festgenommen. Aufgrund seiner Arbeit als Anwalt des 2024 verstorbenen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny wird ihm die „Teilnahme an einer extremistischen Organisation" vorgeworfen. Am 17. Januar 2025 wurde er zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
Weitere Infos
Litauen: Arūnas Bubnys über Diktaturen und deren Aufarbeitung
Dr. Arūnas Bubnys, Generaldirektor des Genozid- und Widerstandsforschungszentrum Litauens, spricht im Interview über die Aufarbeitung der Besetzung Litauens.
Ankunft des Hilfstransportes der IGFM AG Wittlich in Litauen
Der Hilfstransporter der AG Wittlich ist in Panevėžys eingetroffen. Die drittgrößte Stadt Litauens beherbergt derzeit etwa 800 Kriegsflüchtlinge. Außerdem gibt es in der Region viele bedürftige litauische Familien mit mehreren Kindern, die das IGFM Team Litauen regelmäßig unterstützen.
Fünf Jahre Proteste in Belarus: Stimmen aus der Diaspora
Fünf Jahre nach den historischen Protesten in Belarus leben Tausende Belarusen im deutschen Exil. Viele von ihnen kämpfen noch immer um rechtliche Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Während die Repressionen des Lukaschenko-Regimes unvermindert andauern, stehen Geflüchtete in Deutschland vor komplexen bürokratischen Hürden, die ihre Integration und ihr Recht auf Schutz gefährden.
Interview mit Tatsiana Khomich
Interview mit Tatsiana Khomich über die Isolation und den Gesundheitszustand ihrer Schwester Maria Kolesnikowa – und den Ruf nach internationalem Handeln.
30 Jahre nach Srebrenica – und in Belgrad schmückt das „Z“ die Wände
30 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica wirft ein Blick nach Belgrad beunruhigende Fragen auf: Statt Erinnerung an das begangene Unrecht dominieren neue Wandbilder, Symbole des russischen Angriffskrieges und Narrative, die das Gedenken verschieben oder verdrängen. Der Artikel geht der Frage nach, wie Erinnerungspolitik in Serbien heute funktioniert – und warum das für ganz Europa relevant ist.
Daria Kosyrewa – Eindringliche Schlussworte vor Gericht
Für einen Ausdruck eines Gedichts am Denkmal von Taras Schewtschenko wurde die 19-jährige Daria Kosyrewa zu fast drei Jahren Haft verurteilt. Doch statt Reue zeigte sie Mut – und verwandelte ihre letzte Aussage vor Gericht in ein historisches Plädoyer gegen Krieg, Zensur und Imperium.
„Human Rights Online“ ist eine interaktive Webseite, die es Menschenrechtsaktivisten ermöglicht, eigene Beiträge, Bilder, Videos und 360° Fotos zu veröffentlichen. Es ist ein Projekt der IGFM, um den Aufbau der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und in Russland zu unterstützen. Fremdsprachige Texte auf der Seite können automatisch übersetzt werden. Beteiligt sind neben der IGFM-Deutschland die IGFM-Sektionen aus Armenien, Georgien, Moldau, der Ukraine, Russland und Belarus. Schauen Sie vorbei: www.humanrights-online.org













