Osteuropa & Mittelasien2024-08-29T23:20:13+02:00

Osteuropa

Die Region „Osteuropa und Mittelasien“ erstreckt sich über große Teile von Eurasien und hat viele Millionen Einwohner. Auch wenn sich der Wohlstand in einigen Ländern stark verbessert hat, gibt es noch viele Verletzungen von Menschenrechten dort. Minderheiten werden verfolgt und demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit oft nicht in die Tat umgesetzt.

Die IGFM engagiert sich schon lange für Betroffene in dieser Region und setzt sich sowohl für politisch Gefangene, als auch für mittellose Bürger in diesen Ländern ein.

Aktuelle Meldungen

411, 2025

Russland – Junge politische Gefangene brauchen Hilfe

In Russland sind hunderte politische Gefangene im Alter zwischen 14 und 23 Jahren in Haft. Die IGFM unterstützt mit finanzieller Hilfe für die Tätigkeit ihrer Anwälte, für Reisekosten der Eltern, um ihre Kinder in entfernten Haftanstalten besuchen zu können, für gesunde Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und für Öffentlichkeitsarbeit, damit sie nicht vergessen werden.

1408, 2025

Russland erstellt Online-Katalog mit entführten Kindern

Die russischen Besatzungsbehörden haben einen „Online-Katalog“ veröffentlicht, in dem entführte ukrainische Kinder wie Ware präsentiert werden – mit Foto, Haar- und Augenfarbe sowie Charakterbeschreibung. Über 19.000 Kinder wurden bereits verschleppt. Die IGFM fordert sofortiges Handeln der internationalen Gemeinschaft.

708, 2025

Fünf Jahre nach den Protesten in Belarus

Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Wahlen 2020 ist Belarus ein Staat, in dem freie Meinungsäußerung als Verbrechen gilt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt: Belarus ist ein Ort totalitärer Kontrolle, systematischer Gewalt und vollständiger Straflosigkeit. Die IGFM fordert Unterstützung für die Belarusen in Europa, die nicht nach Hause zurückkehren können, und eine entschlossenere Haltung Europas gegenüber dem Lukaschenko-Regime.

Politische Gefangene in der Russischen Föderation

Nadeschda Rossinskaja

Nadeschda Rossinskaja wurde im Februar 2024 festgenommen, weil sie ukrainische Zivilisten humanitär unterstützte. Ein russisches Militärgericht verurteilte sie im Juni 2025 wegen angeblichen Hochverrats und „Terrorismusfinanzierung“ zu 22 Jahren Haft.

Aleksander Skobow

Der russische Historiker und Dissident Aleksander Skobow wurde im März 2025 zu 16 Jahren Haft verurteilt – nur weil er den Krieg gegen die Ukraine verurteilte. Er ist schwer krank, fast blind – und doch bleibt er standhaft. Die IGFM fordert seine sofortige Freilassung.

Wadim Kobsew

Der Rechtsanwalt Wadim Kobsew wurde am 13. Oktober 2023 von den russischen Behörden festgenommen. Aufgrund seiner Arbeit als Anwalt des 2024 verstorbenen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny wird ihm die „Teilnahme an einer extremistischen Organisation" vorgeworfen. Am 17. Januar 2025 wurde er zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Weitere Infos

Fünf Jahre Proteste in Belarus: Stimmen aus der Diaspora

Fünf Jahre nach den historischen Protesten in Belarus leben Tausende Belarusen im deutschen Exil. Viele von ihnen kämpfen noch immer um rechtliche Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Während die Repressionen des Lukaschenko-Regimes unvermindert andauern, stehen Geflüchtete in Deutschland vor komplexen bürokratischen Hürden, die ihre Integration und ihr Recht auf Schutz gefährden.

30 Jahre nach Srebrenica – und in Belgrad schmückt das „Z“ die Wände

30 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica wirft ein Blick nach Belgrad beunruhigende Fragen auf: Statt Erinnerung an das begangene Unrecht dominieren neue Wandbilder, Symbole des russischen Angriffskrieges und Narrative, die das Gedenken verschieben oder verdrängen. Der Artikel geht der Frage nach, wie Erinnerungspolitik in Serbien heute funktioniert – und warum das für ganz Europa relevant ist.

„Human Rights Online“ ist eine interaktive Webseite, die es Menschenrechtsaktivisten ermöglicht, eigene Beiträge, Bilder, Videos und 360° Fotos zu veröffentlichen. Es ist ein Projekt der IGFM, um den Aufbau der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und in Russland zu unterstützen. Fremdsprachige Texte auf der Seite können automatisch übersetzt werden. Beteiligt sind neben der IGFM-Deutschland die IGFM-Sektionen aus Armenien, Georgien, Moldau, der Ukraine, Russland und Belarus. Schauen Sie vorbei: www.humanrights-online.org

Nach oben