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Gefangene in Kuba

Das im April 2011 gestartete politische Patenschaftsprogramm der IGFM schenkt inhaftierten Bürgerrechtlern, Journalisten, Demonstranten und weiteren politisch Verfolgten in Kuba eine Stimme.

„Öffentlichkeit schafft Schutz für Menschenrechtsverteidiger und Bürgerrechtler“

Einsatz für politische Gefangene in Kuba

Seit Fidel Castro 1959 an die Macht kam, hat sich Kuba zu einer Nation ohne Demokratie entwickelt, in der die einzige regierende Partei die Kommunistische Partei Kubas ist. Die ehemals mit hehren Zielen gegen die Diktatur Batistas kämpfenden „Revolutionäre“ übernahmen jedoch schnell repressive Maßnahmen und gingen hart gegen Andersdenkende vor. Die Meinungs-, Rede- und Vereinigungsfreiheit unterlag nun der Kontrolle der revolutionären Kräfte. Als Machthaber (Diktator) Fidel Castro 2011 als Präsident Kubas zurücktrat, übernahm sein Bruder Raúl Castro das Amt und setzte damit die Linie der Einparteienregierung fort. Raúl Castro trat 2021 in den Ruhestand, ihm folgte Miguel Díaz-Canel, der die repressive Politik seiner Vorgänger fortführt. Oppositionelle Bewegungen werden weiterhin unterdrückt, Regimegegner verfolgt und inhaftiert.

Und doch setzen sich zahlreiche Menschen auf Kuba trotz Gefahr, für Freiheit und Menschenrechte ein. Oftmals bezahlen sie diesen Aktivismus und das Engagement in Oppositionsgruppen mit ihrer Freiheit oder sogar mit ihrem Leben, nachdem sie in den kubanischen Gefängnissen Fahrlässigkeit, Folter und Hunger erlitten haben. Laut der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) werden derzeit Tausende Menschen aus politischen Gründen unschuldig festgehalten.

Felix Navarro Rodríguez

Der Regimekritiker wurde am 12. Juli 2021 verhaftet, weil er sich auf einer Polizeistation nach seinen Parteikollegen erkundigt hatte, die während der Proteste vom 11. Juli festgenommen worden waren. Nachdem er im Januar 2025 freigelassen wurde, verhaftete man ihn im April 2025 erneut willkürlich.

Frei: Luis Frómeta Compte

Der in Deutschland lebende Doppelstaatler wurde am 11. Juli 2021 bei einem Urlaub auf Kuba festgenommen, weil er einen Protest mit seinem Smartphone gefilmt hatte. Wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ wurde er am 23. Dezember 2021 schließlich zu 25 Jahren Haft verurteilt. Im März 2025 wurde Luis endlich aus dem Gefängnis entlassen.

Esteban Rodríguez-López – Im Exil

Der unabhängige Journalist Esteban Rodríguez versuchte am 30. April 2021, den eng befreundeten und du diesem Zeitpunkt inhaftierten hungerstreikenden Künstler Luis Manuel Otero Alcántara zu besuchen. Die Sicherheitskräfte untersagten jedoch jeglichen Besuch und verhafteten Rodríguez. Nach acht Monaten Hadft wurde er von der Kubanischen Regierung im Januar 2022 aus Kuba verbannt. Seit März 2022 hält er sich in den USA auf, wo ihm Asyl gewährt wurde.

Musiker Maykel Castillo Pérez „El Osorbo“

Musiker Maykel Castillo Pérez organisiert unter dem Künstlernamen "El Osorbo" Konzerte gegen die Zensur in Kuba und unterstützt als Mitglied der San Isidro-Bewegung den politischen Gefangenen Denis Solis. In sozialen Medien berichtet er kritisch über die Lage in Kuba. Nachdem er in Folge von mehreren Verhaftungen seit dem 18. Mai 2021 in Untersuchungshaft saß, wurde er am 24. Juni 2022 zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.

Erfolge der Menschenrechtsarbeit

Menschenrechtsarbeit braucht Ausdauer – manchmal viel Ausdauer. Vor allem dann, wenn Diktaturen sehen, dass Menschenrechtler erfolgreich arbeiten, gesellschaftlichen Einfluss gewinnen und dadurch die Willkür menschenfeindlicher Regime in Frage stellen. Es ist daher schon ein Erfolg, wenn Menschenrechtler in Gefangenschaft nicht (mehr) gefoltert werden, wenn sie Zugang zu Angehörigen bekommen und sich ihre Haftbedingungen verbessern. Manchmal aber, dauert der Einsatz wirklich lange – umso größer ist die Freude, wenn Menschenrechtler dann schließlich doch freigelassen werden.

Erfolge der Menschenrechtsarbeit

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