Zum Inhalt springen

Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

Aktuelle Fälle
IGFM Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte
Jetzt Spenden

Drohender Völkermord in Syrien

Die IGFM warnt vor weiteren Zehntausenden Morden an der Volksgruppe der Alawiten, die von den Islamisten pauschal für die Verbrechen des Assad-Regimes verantwortlich gemacht werden. Fotos: IGFM

IGFM: Genozid an Alawiten in Syrien

Dschihadisten rufen zu kompletter Vernichtung der Alawiten auf

Frankfurt am Main, 11. März 2025 – Die aktuellen Massaker an Alawiten und weiteren religiösen Minderheiten in Syrien durch Angehörige der islamistischen Übergangsregierung haben bisher über 2.000 Tote gefordert. Auf Videos sind grausame Tötungen zu sehen, selbst Kinder und Frauen wurden hingerichtet, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die IGFM warnt vor weiteren Zehntausenden Morden an der Volksgruppe der Alawiten, die von den Islamisten pauschal für die Verbrechen des Assad-Regimes verantwortlich gemacht werden.

Die Videos, die von den Islamisten selbst verbreitet werden, zeigen bestialische Morde und eine Grausamkeit, die an Intensität teilweise sogar die grausamen Hinrichtungsszenen der Terrormiliz Islamischer Staats (IS) im Irak in den Jahren 2014 übertreffen. In der Küstenregion Latakia und weiteren Städten kam es zu Überfällen, Hausdurchsuchungen, Verschleppungen und willkürlichen Erschießungen von Alawiten, Christen und Drusen, berichtet die IGFM.

„Die neuen Machthaber der HTS offenbaren ihre wirkliche Identität. Sie sind islamistische Terroristen. Es war von Anfang an klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie zu massiver Gewalt greifen würden. Nun führen sie Massaker durch und rufen zu kompletter Ausrottung der Alawiten auf. Westliche Entscheidungsträger schüttelten den Vertretern der Übergangsregierung vor einigen Wochen noch die Hände. Dabei war von Anfang an klar, dass es sich um Dschihadisten aus verschiedenen Ländern handelt“, beklagt Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

709, 2026

Türk-Nachbaur übernimmt politische Patenschaft

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur hat die politische Patenschaft für sieben junge Männer übernommen, die nach Protesten in Isfahan festgenommen und zum Tode verurteilt wurden, und fordert ihre sofortige Freilassung sowie eine rechtsstaatliche Überprüfung der Vorwürfe. Die drohenden Hinrichtungen stehen im Zusammenhang mit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Iran und dem Vorgehen der iranischen Justiz gegen zahlreiche Demonstrierende.

409, 2026

Russland: Kinderhospiz-Leiterin wegen Anti-Krieg-Posts verurteilt

Statt Untersuchungshaft hat ein Moskauer Gericht Lida Moniawa mit empfindlichen Sanktionen belegt: nächtlicher Hausarrest, ein völliges Kontaktverbot zu Zeugen und Verbot der Internetnutzung. Die Entscheidung kam für Moniawa und ihre Verteidigung überraschend. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt, dass ihr weiterhin eine Haftstrafe drohen kann.

209, 2026

Eilmeldung: Todesurteil für Ali Zarei!

Die Justiz der Islamischen Republik Iran hat den 27-jährigen iranischen Aktivisten Ali Zarei Doozdarrehsi gestern zum Tode verurteilt. Bereits im Jahr 2022 wurde ihm von Regimeschergen ins Auge geschossen, worauf er zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kam. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt aufs Schärfste diese geplante Tötung und warnt vor hunderten weiteren Hinrichtungen.

109, 2026

Aserbaidschan: Oppositionsführer Ali Karimli in Haft

Die IGFM warnt vor den schlechten Haftbedingungen des aserbaidschanischen Oppositionsführers Ali Karimli. Ihm werde eine dringend benötigte medizinische Untersuchung verweigert, zudem leide er unter unhygienischen Bedingungen, Wassermangel und eingeschränktem Kontakt zu seiner Familie. Die IGFM hält das Strafverfahren gegen Karimli für politisch motiviert und fordert seine sofortige Freilassung.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben