Iran: IGFM warnt vor erneuter Hinrichtung

Milad Zohrevand

Am 13. November 2023 bestätigte der Oberste Gerichtshof die Todesstrafe für Milad Zohrevand. Aufgrund der haltlosen Anschuldigung gegen ihn, kann das Urteil schnell vollstreckt werden. Das Leben des jungen Iraners ist unmittelbar in Gefahr.

Iran: IGFM warnt vor erneuter Hinrichtung

Oberster Gerichtshof bestätigt willkürliches Todesurteil gegen Milad Zohrevand

Frankfurt am Main/Teheran, 14. November 2023 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die sofortige Aufhebung des Todesurteils gegen den politischen Gefangenen Milad Zohrevand. Der oberste Gerichtshof bestätigte gestern das Todesurteil. Aufgrund der schweren und haltlosen Anschuldigung kann das Urteil schnell vollstreckt werden. Das Mullah-Regime mordet, um sich an der Macht zu halten. Europa darf diese eklatanten Rechtsbrüche nicht weiter durch Stillschweigen, Nichthandeln und „Business as Usual“ tolerieren, kritisiert die IGFM.

Ein erneuter Staatsmord durch das islamistische Mullah-Regime droht das Leben eines jungen Iraners zu beenden. Der junge Iraner aus der Stadt Malayer, Provinz Hamedan, wird fälschlicherweise beschuldigt, während der landesweiten Proteste im Oktober 2022 ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarde getötet zu haben. Das Urteil sei gestern vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden, sein Leben ist daher in unmittelbarer Gefahr, warnt die IGFM.

Milad Zohrevand wurde während seiner gesamten Inhaftierungszeit verwehrt, Zugang zu einem Anwalt zu haben und Besuche seiner Familie zu empfangen. Für Zohrevands Freilassung setzt sich auch der Europaabgeordnete Martin Häusling im Rahmen einer politischen Patenschaft ein.

Erst am 5. November wurde der kurdische politische Gefangene Ghasem Abeste nach 14 Jahren Haft hingerichtet. Seit Beginn des Jahres wurden über 600 Menschen in der Islamischen Republik exekutiert. Die Todesstrafe droht auch den europäischen Staatsbürgern Jamshid Sharmahd und Dr. Ahmadreza Jalali. Nach China ist die islamische Republik Iran das Land mit der höchsten Anzahl an verhängten Todesstrafen gegen Gefangene.

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Beim Runden Tisch im Rathaus Gießen machten Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft auf das Schicksal verschleppter ukrainischer Zivilisten aufmerksam. Mehrere politische Entscheidungsträger haben bereits Patenschaften übernommen und setzen sich für deren Freilassung ein.

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