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Iran-Bericht 26. August 2026

Die Lage im Iran hat sich weiter verschärft: Staatliche Repression, Hinrichtungen und willkürliche Inhaftierungen nehmen zu, während Inflation, steigende Lebensmittelpreise und die wirtschaftliche Krise die Bevölkerung zusätzlich belasten. Trotz dieser schwierigen Bedingungen gehen Menschen weiterhin auf die Straße, um gegen soziale und wirtschaftliche Missstände zu protestieren und ihre Rechte einzufordern.

Parsa Najafi

Parsa Najafi ist Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Bahá’í im Iran und wurde am 6. Juni 2026 in der Stadt Isfahan ohne Anklage festgenommen. Seitdem sitzt er im Gefängnis Dastgerd in Isfahan und erhält keinen anwaltlichen Beistand.

Lew Schlosberg

Am 17. August 2026 wurde der Jabloko-Politiker Lew Schlosberg (engl. Lev Schlosberg) wegen Kritik am Krieg gegen die Ukraine zu elf Jahren und einem Monat Straflager verurteilt. Gleichzeitig wächst der Druck auf Jabloko: Die Partei wurde von der Wahl ausgeschlossen, zudem wurden bei einer Berufungsverhandlung mindestens 30 Unterstützer festgenommen.

Existenz auf Müll gebaut

Die IGFM setzt sich in Ägypten für die sogenannten „Zabbalin“ ein, Müllsammler, die in Kairo unter schwierigen Bedingungen leben und arbeiten. Sie unterstützt unter anderem medizinische Notfälle und hilft dabei, Familien mit wichtigen Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Um mehr über die Lebenssituation der Zabbalin und die Arbeit der IGFM zu erfahren, haben wir ein Interview mit der Ägyptologin Dr. Ulrike Fritz geführt.

Russland: Verbot des Widerstands

Jabloko war die letzte zugelassene Partei in Russland, die sich offen gegen den Krieg in der Ukraine und für Frieden einsetzte. Die angeblichen Verstöße wurden nur als Vorwand genutzt, um die Partei von der Wahl auszuschließen. Dadurch haben Wahlberechtigte kaum noch eine Möglichkeit, ihre Ablehnung des Krieges bei der Wahl auszudrücken. Die IGFM kritisiert den Ausschluss der russischen Anti-Kriegspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September 2026. 

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