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Iran: täglich Exekutionen

Anlässlich der Internationalen Aktionswoche gegen die Todesstrafe vom 17. bis 27. Mai 2025 fordert die IGFM zur konsequenten Haltung gegenüber Islamischer Republik Iran auf. Die Islamische Republik Iran setzt die Todesstrafe gezielt gegen Andersdenkende und Menschenrechtsaktivisten ein und nutzt die Hinrichtung als repressives Druckmittel gegen die Bevölkerung.

Iran: Hinrichtungen an der Tagesordnung

Internationale Aktionswoche gegen die Todesstrafe vom 17. bis 27. Mai 2025

Teheran / Frankfurt am Main, 16. Mai 2025 – Im Iran werden im Durchschnitt täglich zwei bis drei Menschen hingerichtet. Dies hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) anlässlich der Aktionswoche gegen die Todesstrafe berichtet. Die IGFM erklärt, dass das Mullah-Regime die Hinrichtungen auch als repressives Druckmittel gegen die Bevölkerung nutzt. Friedlicher Protest und freie Meinungsäußerung sollen so unterbunden werden. Die Islamische Republik Iran setzt die Todesstrafe gezielt gegen Andersdenkende und Menschenrechtsaktivisten ein – darunter politische Gefangene, Künstler, Frauenrechtsaktivisten und Journalisten.

„Die Islamische Republik Iran hat im vergangenen Jahr über 930 Personen hingerichtet – allein im März 2025 wurden mindestens 104 Menschen exekutiert. Damit liegt der Iran weiterhin an der Spitze der Länder mit den meisten Hinrichtungen weltweit. Parallel unterstützt das Mullah-Regime Terrororganisationen wie Houthis, Hisbollah und Hamas, die gezielt die Vernichtung Israels suchen. Auch Russland ist weiterhin ein enger Partner des totalitären Gottesstaates. Wir appellieren an die neue Bundesregierung, die Islamische Republik Iran als massive Bedrohung für Leben und Freiheit weltweit einzustufen. Deutschland und die EU müssen dem Mullah-Regime entschlossener entgegentreten“, erklärt Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der deutschen IGFM-Sektion.

Todesurteil aufgrund von „Richterwissen“

Politisch motivierte Hinrichtungen sind im Iran an der Tagesordnung. Dabei sorgte jüngst der Fall von Mohsen Langarneshin besonders für Empörung: Der politische Gefangene war unter schwerer Folter zu einem erzwungenen Geständnis gebracht und am 30. April wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden – offiziell unter dem Vorwurf der „Kriegsführung gegen Gott“ und „Korruption auf Erden“. Die Behörden verweigerten der Familie die Herausgabe der Leichname und untersagten jede Form öffentlicher Trauer.

Prominente fordern Eingreifen der UN

Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi appellierte kürzlich in einem Brief an die Vereinten Nationen, die seit 46 Jahren andauernden systematischen Hinrichtungen, politischen Morde und Gewalt gegen Regimegegner zu untersuchen. In einer weiteren Erklärung forderten 309 prominente Persönlichkeiten ein sofortiges Eingreifen der Vereinten Nationen gegen die Hinrichtungswelle im Iran. Dieser Forderung schließt sich die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) an, die sich seit Jahren für politische Gefangene im Iran einsetzt und mit Unterstützung deutscher Abgeordneter im Rahmen eines politischen Patenschaftsprogramms auf deren Situation aufmerksam macht.

 

 

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Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

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Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

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Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

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Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

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Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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