Mohajed Kourkour hingerichtet

Der politische Gefangene Mojahed Kourkour wurde am 11. Juni 2025 von der Islamischen Republik Iran hingerichtet. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt dieses Verbrechen aufs Schärfste und warnt eindringlich vor einer nachgiebigen Politik gegenüber dem iranischen Regime. Foto: X.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carina Hermann

Foto: Tobias Koch

Todesurteil gegen jungen Demonstranten vollstreckt

Mojahed Kourkour von Islamischer Republik Iran hingerichtet

Frankfurt am Main, 11. Juni 2025 – An diesem Morgen wurde der iranische politische Gefangene Mojahed Kourkour hingerichtet. Kourkour wurde willkürlich im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten im Jahr 2022 festgenommen und in einem Schauprozess mehrfach zu Tode verurteilt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt diesen erneuten Staatsmord der Islamischen Republik Iran und warnt vor falschen Versprechungen in den Atomverhandlungen.

„Seit dem Tod des Hisbollah-Führers Hamid Nasrallah zu Anfang Oktober 2024 wurden über 1.000 Menschen im Iran hingerichtet. Seit Jahrzehnten verübt das Islamische Regime Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Leider ist die Iran-Politik vieler Demokratien wie die Russland-Politik auf ganzer Linie gescheitert. Die Appeasement-Politik hat zu einer Zunahme der Hinrichtungen und der Gewalt geführt und steuert auf die nukleare Bewaffnung des Mullah-Staats zu. So wie Friedensgespräche mit Putin eine Illusion sind, so sind es auch die Verhandlungen mit den Vertretern des klerikalfaschistischen Mullah-Regimes, welches die Auslöschung Israels als Staatsziel propagiert,“ kommentiert Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM.

Mojahed Kourkour wurde aufgrund seiner Beteiligung an den „Frau, Leben, Freiheit“- Demonstrationen im Dezember 2022 verhaftet. Ihm wurde die von Regimeschergen begangene Tötung des neunjährigen Kian Pirfalak vorgeworfen. Dieser konstruierte Vorwurf wurde von der Familie des getöteten Kindes mehrfach zurückgewiesen. Monate später änderte die gleichgeschaltete Justiz der Islamischen Republik die Anklage zu “Verdorbenheit auf Erden”, “Krieg gegen Gott” und “bewaffneter Aufstand”. Kourkour wurde daraufhin erneut zum Tod verurteilt. Im Dezember 2024 hob der Oberste Gerichtshof das Urteil auf und verwies den Fall zur erneuten Prüfung an ein Parallelgericht, berichtet die IGFM.

Dieser Fall zeigt exemplarisch die Boshaftigkeit des Mullah-Regimes. Mit allen Mitteln versuchen die Machthaber jeden Widerstand blutig zu unterdrücken. Dazu zählen willkürliche Anklagen, die gleichgeschaltete Justiz, die Verweigerung eines fairen Prozesses und rechtliche Vertretung. Die IGFM trauert mit den Angehörigen und allen Iranern weltweit, deren Familien und Freunde Opfer des Terrors der Islamischen Republik Iran sind.

Das Statement von Carmen Hermann, MdL Niedersachsen, der politischen Patin von Mojahed Kourkour: 

„Mit tiefer Trauer und großer Wut habe ich vom gewaltsamen Tod von Mojahed Kourkour erfahren. Mojahed, für den ich eine politische Patenschaft übernommen hatte, wurde nach einem Schauprozess hingerichtet. Ein weiteres grausames Beispiel für die menschenverachtende Brutalität des iranischen Regimes. Ich trauere mit seiner Familie, seinen Freunden und allen, die im Iran für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde kämpfen.

Seit über vier Jahrzehnten überzieht das Mullah-Regime die Welt mit Terror – im eigenen Land und weit darüber hinaus. Es unterdrückt jede Form des Protests mit Folter, willkürlichen Anklagen und öffentlichen Hinrichtungen. Gleichzeitig bedroht es die Stabilität des gesamten Nahen Ostens und verfolgt weiterhin das Ziel einer nuklearen Bewaffnung. Diese gefährliche Mischung darf von der internationalen Gemeinschaft nicht weiter beschwichtigt oder ignoriert werden.

Es ist daher richtig, dass die USA und Israel nicht tatenlos zugesehen haben, sondern dem Regime klare Grenzen aufgezeigt haben. Sich für eine diplomatische Lösung einzusetzen und zugleich gezielte Militärschläge zu unterstützen, widerspricht sich nicht – im Gegenteil: nur so kann Druck auf ein Regime aufgebaut werden, das keinerlei Interesse an Frieden und Stabilität hat. Mojaheds Tod mahnt uns, den Kampf für Menschenrechte und gegen die Schreckensherrschaft in Teheran unvermindert fortzuführen.“

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