Zum Inhalt springen

Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

Aktuelle Fälle
IGFM Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte
Jetzt Spenden

Geplanter Staatsmord an Jamshid Sharmahd

Am Morgen des 26. April 2023 bestätigte der oberste Gerichtshof Jamshid Sharmahds Todesurteil. Der deutsche Staatsbürger wird seit 1.000 Tagen in Einzelhaft im Iran festgehalten. Im Juli 2020 wurde er in Dubai von iranischen Agenten entführt, in den Iran verschleppt und dort in einem manipulativen Schauprozess vorgeführt. Die IGFM appelliert erneut an die deutsche Bundesregierung, den geplanten Staatsmord an Jamshid Sharmahd zu verhindern.

IGFM: Vollstreckung kann jederzeit eingeleitet werden

Todesstrafe durch Obersten Gerichtshof bestätigt

Frankfurt am Main, 26. April 2023 – Jamshid Sharmahd droht unmittelbar die Hinrichtung. Gegen den politischen Gefangenen wurde das Todesurteil ausgesprochen. Heute morgen wurde dieses vom Obersten Gerichtshof bestätigt. Der deutsche Staatsbürger wird seit 1.000 Tagen in Einzelhaft im Iran festgehalten. Im Juli 2020 wurde er in Dubai von iranischen Agenten entführt, in den Iran verschleppt und dort unter Folter in einem manipulativen Schauprozess vorgeführt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erneuert ihren Appell an die deutsche Bundesregierung, den geplanten Staatsmord an Jamshid Sharmahd zu verhindern. Über 400.000 Menschen weltweit appellieren in einer Petition an Außenministerin Baerbock, das Leben von Jamshid Sharmahd zu retten.

In einem manipulativen Schauprozess unter Einsatz von Folter und ohne Vertretung eines durch ihn selbst ernannten Anwalts verurteilte ihn das Revolutionsgericht 15 unter „Todesrichter“ Salavati am 21. Februar 2023 wegen „Korruption auf Erden“ zum Tod. Dieser Vorwurf wurde durch eine massive Fake-News-Kampagne in staatlich kontrollierten iranischen Medien begleitet. Wie auch in weiteren Fällen aktuell gehört der Vorwurf „Korruption auf Erden“ zu den Instrumenten staatlicher Willkür um Kritiker mundtot zu machen und sich ihrer zu entledigen, kritisiert die IGFM.

Morde im Ausland haben System
Die IGFM verweist auf ein Muster und das grausame Kalkül bei der Vorgehensweise der Mullahs, Kritiker zu diskreditieren, sie durch Hinrichtungen zum Schweigen zu bringen und somit andere Dissidenten einzuschüchtern. Menschenrechtler gehen davon aus, dass das iranische Regime mittlerweile insgesamt mehr als 162 Menschen im Ausland ermordet hat. Aktuell ebenfalls von Exekution bedroht ist der schwedische Staatsbürger und Menschenrechtsaktivist Habib Chaab, der von iranischen Agenten gezielt in die Türkei gelockt, dort entführt und in den Iran verschleppt wurde. Die IGFM macht auf die Ernsthaftigkeit der Situation aufmerksam, erst im Dezember 2020 wurde der iranische Exil-Journalist Ruhollah Zam nach einer Entführung und einem erzwungenen Geständnis exekutiert.

Twitter-Sturm für Jamshid Sharmahd
Die Familie von Jamshid Sharmahd und die IGFM rufen daher für morgen um 20.00 Uhr zu einem einstündigen Twitter-Sturm als Zeichen der Solidarität auf. Mit dem Hashtag #SaveSharmahd soll auf das Schicksal des deutschen Staatsbürgers aufmerksam gemacht werden. Die Menschenrechtsorganisation betont, dass das Schaffen von Aufmerksamkeit von enormer Bedeutung für die der Willkür ausgelieferten politischen Gefangenen ist.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben