Pegah Sadat Fakhraei

Die junge Iranerin Pegah Sadat Fakhraei wurde am 14. Oktober 2022 in der Nähe ihres Hauses in Teheran gewaltsam festgenommen und in das berüchtigte Qarchak-Gefängnis verlegt. Grund für ihre Festnahme ist das Filmen von Sittenpolizei-Vans und die Unterstützung von verletzten Demonstranten. Am 30. November 2022 wurde Pegah gegen Kaution vorübergehend freigelassen.

Pegah Sadat Fakhraei
Verhaftet: 14. Oktober 2022

Anklage: „Filmen von Sittenpolizei-Vans“ und „Unterstützung von verletzten Demonstranten“

Urteil: fünf Jahre Haft, zwei Jahre Exil, Fahrverbot, unbezahlte Zwangsarbeit, Ausreiseverbot, Beschlagnahmung von Auto und Mobiltelefon

Am 30. November 2022 gegen Kaution freigelassen

Freilassung gegen Kaution

Verhaftung

Die damals 33-jährige Iranerin Pegah Sadat Fakhraei wurde am 14. Oktober 2022 in der Nähe ihres Hauses in Teheran gewaltsam festgenommen. Sie verbrachte 15 Tage im Evin-Gefängnis und wurde dann in das berüchtigte Qarchak-Gefängnis verlegt. Berichten zufolge war sie beim Verhör sowohl körperlichen als auch seelischen Belastungen ausgesetzt. Weiterhin wurde ihr zu keiner Zeit gestattet einen Rechtsbeistand in Anspruch zu nehmen.

Anklage und Urteil

Pegah wurde aufgrund des „Filmen der Freilassung von inhaftierten Mädchen aus dem Lieferwagen von Sicherheitskräften“ sowie wegen der „Unterstützung von verletzten Demonstranten“ angeklagt und zu fünf Jahren Haft, zwei Jahren Verbannung aus Teheran, zwei Jahren Ausreiseverbot, Fahrverbot, unbezahlter Zwangsarbeit im ,,Niayesh Hospital“ sowie der Beschlagnahmung des Privatautos ihres Vaters und ihres Mobiltelefons verurteilt. Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil.

Vorübergehend freigelassen

Am 30. November 2022 wurde Pegah gegen eine Kaution von 12.000€ vorübergehend freigelassen

Zusammenhang mit den nationalen Protesten 2022

Der Tod der kurdischen Iranerin Jina-Mahsa Amini am 16. September 2022 löste die größten landesweiten Proteste Irans seit der Machtübernahme der Islamischen Republik aus. Menschen versammelten sich und riefen „Frau, Leben, Freiheit“, um sich gegen das Regime zu stellen und gegen die Gesetze und Maßnahmen zu protestieren. Die Demonstrationen bleiben aber nicht ohne Konsequenzen. Tausende werden verhaftet, Hunderte verletzt und getötet.

Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger. Angehörige ethnischer, religiöser, sexueller und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierungen ausgesetzt: Immer wiederkommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden.

 Stand: Juni 2025

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