Zum Inhalt springen

Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

Aktuelle Fälle
IGFM Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte
Jetzt Spenden

Wachsamkeit in Syrien gefordert

Foto links (NorthPress) Teile der kurdischen Gemeinde Qamischlis kamen zusammen, um ihre Einheit zu demonstrieren. Mitte und Rechts: Regierungstruppen vor und bei Einfahrt in die nordostsyrische Stadt Qamischli.

Trotz Abkommen und Waffenstillstand: IGFM fordert Wachsamkeit in Syrien

Frankfurt am Main, 3. Februar 2026 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüßt den verabschiedeten Waffenstillstand und das Abkommen, beobachtet aber mit Sorge die sehr angespannte Lage in der syrischen Stadt Qamischli. Die Aufgaben der Sicherheitsbehörden sollen heute offiziell an die arabische Zentralregierung übergeben werden. Geplant ist eine Teilung der Hoheitsaufgaben zwischen arabischen und kurdischen Behörden.

Foto: Regierungstruppen rücken in die Stadt Qamischli im Nordwesten Syriens ein/ Northpress.

Nach all dem Blut, dass auf beiden Seiten geflossen ist und all den Menschen, die fliehen mussten, sieht die IGFM das weiter bestehende Konfliktpotenzial, das beim Aufeinandertreffen beider Parteien besteht. Insbesondere ist Qamischli für seine diverse Bevölkerungsstruktur bekannt, darunter viele assyrische Christen. Die Lage der religiösen Minderheiten unter den Truppen des neuen syrischen Machthabers war von Massakern und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Trotz aller Beteuerungen und europäischer finanzieller Unterstützung, ist die Gefahr, die von den Regierungstruppen und den mit ihnen kooperierenden Milizen ausgeht, nicht von der Hand zu weisen, betont die IGFM.

Foto: Kurdische Bevölkerung unterstützt Zusammenhalt gegenüber Regierungsmaßnahmen/ Northpress.

Die IGFM appelliert weiter an alle europäischen Entscheidungsträger, das gefährliche Potenzial der Al-Schaara-Regierung nicht zu unterschätzen und die verschiedenen religiösen Gemeinschaften in Syrien zu schützen. Die Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Frankfurt am Main steht in Kontakt mit Partnern in Syrien und der benachbarten Autonomen Region Kurdistan und unterstützt seit Jahren mit humanitärer Hilfe, Bildungs- und Existenzgründungsprojekten notleidende Menschen und Binnenvertriebene vor Ort.

No feed found with the ID 2. Go to the All Feeds page and select an ID from an existing feed.

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben