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4 Jahre Krieg – Gefahr für ganz Europa

Seit vier Jahren lebt die Ukraine im Ausnahmezustand. Tägliche Angriffe, zerstörte Städte, Millionen Vertriebene und tausende zivile Opfer prägen den Alltag. In besetzten Gebieten berichten Menschen von Repression, Verschleppungen und systematischer Unterdrückung. Der Krieg belastet das gesamte Land sozial, wirtschaftlich und menschlich.

IGFM warnt vor hybridem Krieg Russlands gegen Europa 

Frankfurt am Main, 23. Februar 2026 – Angesichts von vier Jahren Krieg und 12 Jahren Okkupation der Ost-Ukraine warnt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vor Ausweitung des russischen hybriden Angriffskrieges gegen Europa. Hunderttausende Ukrainer wurden getötet, verschleppt, gefoltert und zwangsrussifiziert. Russische Truppen begehen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Ukraine und in Europa kämpfen Putins Schergen gegen die demokratische und freiheitliche Ordnung. 

Foto: Rolf Oeser

In der Ukraine begeht Russland schwerste Verbrechen an Millionen Menschen. Das ukrainische Territorium wird mit aller Gewalt russifiziert und ein Terrorsystem aufgebaut. Millionen Menschen drohen weiterhin schwerste systematische Unterdrückung, Folter und Tod. Der hybride Krieg Russlands mit Massenbeeinflussung durch Propagandanetzwerke und Angriffen auf Infrastruktur findet bereits statt. Nur ein entschiedenes und starkes Europa kann eine weitere Eskalation Russlands verhindern, macht die IGFM deutlich. 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) appelliert daher an die demokratischen Regierungen weltweit: 

  • den Rechtsinstrumenten zur Strafverfolgung russischer Kriegsverbrechen einen festen Rahmen zu geben und damit der möglichen Straflosigkeit (impunity) zum Schutz der Opfer entgegenzuwirken. 
  • die von Russland besetzten und einseitig inkorporierten Gebiete der Ukraine nicht als Verhandlungsmasse für Friedensverhandlungen zu missbrauchen. 
  • den sofortigen Zugang des internationalen Roten Kreuzes zu allen russischen Haftorten für gefangene ukrainische Militärangehörige und Zivilisten zu erwirken. 
  • die Ukraine mit allen möglichen Mitteln zu unterstützen, insbesondere nachdem die Unterstützung aus den USA mehr als fraglich erscheint. 
  • die volle Summe (nicht nur der Zinserträge) der im Rahmen der Sanktionen eingefrorenen russischen Gelder von etwa 200 Milliarden Euro für den ukrainischen Wiederaufbau und die Rehabilitation der Opfer in Anspruch zu nehmen. 

Angesichts der zahlreichen Menschenrechts- und Kriegsverbrechen richtet die IGFM zudem folgende Forderungen an die Russische Föderation: 

  • Die IGFM fordert den sofortigen Abzug aller Truppen der Russischen Föderation sowie seiner Verbündeten vom Territorium der Ukraine, sowie die sofortige Einstellung aller militärischen Angriffe auf ukrainisches Territorium. Ebenso müssen alle Kriegshandlungen sofort eingestellt werden.
  • Die IGFM fordert die sofortige Freilassung aller verschleppten ukrainischen Zivilisten und das Ende der willkürlichen Repression gegen ukrainische Minderheiten, wie die Krim-Tataren.

Das IGFM-Team auf der Jahreshauptversamlung 2023 in Bonn. Foto: IGFM

Die IGFM steht weiter an der Seite der Ukraine. In den letzten vier Jahren konnte die Menschenrechtsorganisation dank vieler Spenden mehrere Tonnen humanitärer Hilfe und medizinischer Ausrüstung in die Ukraine schicken, Anti-Korruptions-Monitoring im Lande unterstützen sowie sich zusammen mit europäischen Abgeordneten für die verschleppten Zivilisten einsetzen. Mehr über unsere Hilfsprojekte für die Ukraine erfahren Sie hier. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten. 

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Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

1709, 2026

Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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