Valeria Sotowa

Im Juni 2023 wurde Valeria zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und erleidet massiven psychischen Druck, Demütigung und ständige Überwachung durch die Sicherheitsbehörden.
Mit 19 zu sechs Jahren Haft verurteilt
Valeria Sotowa ist eine junge Frau aus Jaroslawl in Russland. Vor ihrer Festnahme arbeitete sie als Lagerarbeiterin in einer Filiale der Supermarktkette Magnit und lebte gemeinsam mit ihrer Mutter Swetlana Sotowa. Sie und ihre Mutter sprachen sich offen gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. Es wird davon ausgegangen, dass diese Antikriegshaltung der eigentliche Grund dafür war, dass Valeria ins Visier der Behörden geriet.
Festnahme und Verfahren
Ihr wird vorgeworfen, geplant zu haben, ein Gebäude der Gemeindeverwaltung in Brand zu setzen, in dem Hilfsgüter für russische Soldaten gesammelt wurden. Der mutmaßliche Brandanschlag wurde jedoch nie ausgeführt und niemand kam zu Schaden. Ihr Verfahren wird als politisch motiviert eingestuft.
Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme war Valeria erst 19 Jahre alt. Sie wurde zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. In Gefangenschaft berichtet sie von massivem psychischem Druck, Demütigungen, ständiger Überwachung und mangelnder medizinischer Versorgung. Um mit der Situation umzugehen, liest sie viel und sagte einmal: „Der beste Freund eines Gefangenen ist ein Buch.“
Stand: Juli 2026


