GESCHICHTEN VON VERTRIEBENEN

Vehanush Hovepyan bekam ihre erste Tochter im Keller eines Krankenhauses in Bergkarabach inmitten des Lärms von Bomben und Explosionen. In Zusammenarbeit mit der armenischen Sektion der IGFM teilen wir hier in der Rubrik „Geschichten von Vertriebenen“ die Schicksale geflüchteter Karabach-Armenier.
Veröffentlicht am: 3. April 2024
Am 19. September 2023, als in Berg-Karabach Krieg herrschte, wurde die kleine Sofie inmitten des Lärms von Bomben und Explosionen geboren. Während es draußen knallte, operierten die Ärzte Vehanush Hovepyan im Keller des Krankenhauses. Eigentlich träumte die junge Frau davon, ihr erstes Baby im neuen Gebäude des Mutter-Kind-Gesundheitszentrums in Stepanakert zu bekommen, aber aufgrund der vollständigen Blockade durch Aserbaidschan, wurde es nie in Betrieb genommen.
Der Start ins Leben für Sofie war nicht leicht. Nach einem viertägigen Aufenthalt im Krankenhaus, ging es für Vehanush Hovsepyan und das kleine Mädchen direkt weiter: Sie verließen Karabach und flüchteten in die Republik Armenien. Dort mussten sie ganz von vorne anfangen.
Die IGFM lieferte Winterdecken und Matratzen für Vehanushs Familie sowie einen Kinderwagen für die kleine Sofie.
Die IGFM-Sektion Armenien hilft heimatvertriebenen Familien aus Arzach im Rahmen einer Erstversorgung. Die IGFM hat dafür direkt nach Beginn der Flucht finanzielle Mittel bereitgestellt. Auch langfristige Unterstützungsprogramme sind geplant.





