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Bergkarabach

Über 100.000 Heimatvertriebene haben seit der Offensive Aserbaidschans gegen Arzach im September 2023 die Grenze nach Armenien überquert. Neun Monate lang harrten sie zuvor ohne ausreichend Nahrung, Wasser und Strom in Karabach aus. Viele von ihnen wollten ihre Heimat nie verlassen, doch mit der Öffnung des Latschin-Korridors und dem darauffolgenden Angriff Aserbaidschans blieb ihnen keine andere Möglichkeit. Innerhalb weniger Tagen floh so gut wie die gesamte Bevölkerung. In „Bergkarabach – Geschichten von Vertriebenen“ berichten geflüchtete Karabach-Armenier von ihrem alten Leben in Arzach, ihrer Flucht und ihrem Neuanfang in Armenien.

Geschichten von Vertriebenen

Sona Sargsyan

"Wir verpacken unsere Erinnerungen, versuchen die Düfte, Schattierungen und Bilder zu bewahren, damit sie uns später in der Ferne wärmen, aber in der Ferne verursacht das alles nur Schmerz."

Ilona Hovsepyan

Angefangen bei dem Pogrom in Baku über den 44-Tage-Krieg bis zur Öffnung des Latschin-Korridors und der folgenden Offensive Aserbaidschans: Ilonas Familie musste schon einige Male fluchtartig ihre Heimat verlassen.

Aktuelle Meldungen zu Armenien

Nikol Paschinjan mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet: Frieden und Demokratie als strategische Entscheidung für Armenien

Am 18. September 2026 erhielt der armenische Premierminister Nikol Paschinjan den Hessischen Friedenspreis 2025 für seinen Beitrag zu Demokratie, Frieden und gewaltfreiem politischen Wandel. Die Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern der IGFM unterstrich die internationale Bedeutung dieser Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Stärkung von Menschenrechten und Demokratie sowie der Kampf gegen Desinformation. Die IGFM unterstützt diese Ziele durch Medienbildung, Faktenchecks und internationale Zusammenarbeit.

Armenien. Anatomie der Manipulation. Die Wahl 2026 im Lichte der Fakten

Bei der Wahl 2026 in Armenien wurde Desinformation zur strategischen Waffe: Koordinierte russische Netzwerke fluteten das Netz mit KI-Videos und Fake-Medien, um den proeuropäischen Kurs zu torpedieren. Ein digitaler Angriff, der weit über klassische Social-Media-Propaganda hinausging.

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