Asal Lebaschi

Die Schauspielerin, Regisseurin und Universitätsprofessorin Asal Lebaschi, wurde am 6. November 2022 nach der vermeintlichen Teilnahme an den landesweiten Protesten unter dem Vorwurf „Verschwörung gegen interne und externe Sicherheit“ und „Störung öffentlicher Ordnung“ verhaftet. Asal wird im Evin-Gefängnis festgehalten, es drohen ihr acht bis zu 15 Jahren Haft. Seit Juni 2024 befindet sie sich in Deutschland, nachdem sie freigelassen wurde.
Frei nach Anklage wegen künstlerischen Schaffens
Die iranische Schauspielerin, Regisseurin und Universitätsprofessorin Asal Lebaschi, wurde am 6. November 2022 aufgrund vermeintlicher Teilnahme an den landesweiten Protesten und künstlerischer Schaffung unter dem Vorwurf „Verschwörung gegen interne und externe Sicherheit“ und „Störung öffentlicher Ordnung“ verhaftet. Nach dem nächtlichen Einbruch in ihrer Wohnung in Teheran, durch die iranischen „Sicherheitskräfte“, wurde Asal Lebaschi in das berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht. Sie ist vor dem Islamischen Revolutionsgericht angeklagt, ihr drohen acht bis 15 Jahre Haft. Zuletzt wurde Asal Lebaschi auf Kaution freigelassen und befindet sich seit Juni 2024 in Deutschland. Sie will sich von hier aus weiterhin für ihre Landsleute und Frieden im Iran einsetzen. Asal nimmt u.a. an Veranstaltungen zu „Women, Life, Freedom“ in verschiedenen Städten teil, bei denen sie ebenfalls auftritt und über ihre Erfahrungen berichtet.
Hintergrund
Asal Lebaschi unterrichtete an der Universität von Teheran und drückt ihre Liebe zur Kunst durch Tanz, Schauspiel und Regie aus, allerdings missfiel das der iranischen Regierung. Das Regime wirft ihr vor, mit ihrer künstlerischen Tätigkeit einen „Komplott gegen die interne und externe Sicherheit“ zu schmieden und die „öffentliche Ordnung zu gefährden“. Des Weiteren wird ihr vorgeworfen, an den landesweiten Protesten im Iran teilgenommen zu haben. Den Berichten ihrer Angehörigen zufolge ist diese Unterstellung grundlos. Der Justiz liegen keine Beweise vor, die in ihrem Fall herangezogen werden können. Ihre Verhaftung ist willkürlich. Asal Lebaschi ist eine von Tausenden Frauen, die zu Unrecht beschuldigt und inhaftiert werden.
Vorgehen des Regimes
Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden. Mit der unmenschlichen Behandlung ihrer Gefangenen verletzt die Islamische Republik Iran in hohem Maße die von ihr ratifizierten menschenrechtlichen Mindeststandards des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte („Zivilpakt“) der Inhaftierten. Dazu gehören unter anderem das Verbot von Folter und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung (Artikel 7), das Verbot willkürlicher Gefangennahme (Artikel 9) sowie das Recht auf ein faires Verfahren (Artikel 14).
Stand: September 2024





