Reza Aria

Reza Aria wurde im Oktober 2022 aufgrund der Teilnahme an der Gedenkfeier der ermordeten Hadis Najafi unter dem Vorwurf „Korruption auf Erden“ und „Verschwörung gegen interne und externe Sicherheit“ verhaftet. Er wird zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt, das er nicht begangen hat und wurde willkürlich verurteilt.
Familienvater zu zehn Jahren verurteilt

Politische Patenschaft
Der SPD-Abgeordnete Sven Meyer hat im Juni 2023 die politische Patenschaft für Reza Aria übernommen.
Verhaftung
Der 1979 geborene Ingenieur Reza Aria aus Karadsch ist zweifacher Familienvater und Angestellter bei dem Geschäft Metro Electricity. Im Oktober 2022 wurde Reza Aria aufgrund der Teilnahme an der Gedenkfeier für Hadis Najafi unter dem Vorwurf „Korruption auf Erden“ sowie „Verschwörung gegen interne und externe Sicherheit“ willkürlich verhaftet und in einem unfairen Prozess des Islamischen Revolutionsgerichts zum Tode verurteilt. Zuvor wurde Reza mit der Absicht gefoltert, sich mit einem falschen Geständnis selbst zu belasten.
Urteil
Im Januar 2023 hat das Oberste Gerichtshof das Todesurteil vorerst wegen „Fehlern in der Untersuchung und der Notwendigkeit einer den Handlungen jedes Einzelnen angemessenen Bestrafung“ aufgehoben. Im April 2023 wurde Reza zu 10 Jahren Haft verurteilt, ohne dass konkrete Anklagepunkte genannt wurden. Der Oberste Gerichtshof bestätigte am 23. August 2023 die gegen Reza Aria verhängte 10-jährige Haftstrafe im Exil. Am 29. August 2023 brachte man ihn schließlich in das Kerman-Gefängnis, um seine Haftstrafe anzutreten.
weitere Inhaftierte
Der Familienvater ist einer von fünf Personen; Mehdi Karami, Seyed Mohammad Hosseini, Dr. Hamid Gharehhassanloo und Hossein Mohammadi, die zu Unrecht und willkürlich von iranischen Behörden mit Tod des Basij-Milizionär Rouhollah Ajamian in Verbindung gesetzt werden. Mehdi Karami und Seyed Mohammad Hosseini wurden am 7. Januar 2023 exekutiert. Die junge iranische Frau Hadis Najafi wurde von iranischen Behörden bei Demonstrationen erschossen. Zu ihrer Gedenkfeier kamen hunderte Menschen zusammen.
Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden. Mit der unmenschlichen Behandlung ihrer Gefangenen verletzt die Islamische Republik Iran in hohem Maße die von ihr ratifizierten menschenrechtlichen Mindeststandards des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte („Zivilpakt“) der Inhaftierten. Dazu gehören unter anderem das Verbot von Folter und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung (Artikel 7), das Verbot willkürlicher Gefangennahme (Artikel 9) sowie das Recht auf ein faires Verfahren (Artikel 14).
Stand: August 2023





