Grübel übernimmt Politische Patenschaften

Der Bundestagsabgeordnete Markus Grübel (CDU) setzt sich mit einer politischen Patenschaft für Fariba Kamalabadi und Mahvash Sabet ein. Die beiden iranischen Frauen sind Mitglieder der Baha’i-Gemeinde im Iran und wurden im November 2022 zu jeweils zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Grübel fordert die sofortige Freilassung.

Zehn Jahre Haft, weil sie religiöser Minderheit angehören

Grübel fordert Freilassung für zwei bekannte Frauen der Bahá’í –Gemeinde im Iran

Politische Patenschaft für Mahvash Sabet und Fariba Kamalabadi übernommen

Frankfurt am Main / Berlin, 8. Februar 2023 – Der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit Markus Grübel (CDU) hat die politische Patenschaft für Fariba Kamalabadi und Mahvash Sabet übernommen. Die beiden iranischen Frauen sind Mitglieder der iranischen Baha’i-Gemeinde und wurden im November 2022 zu jeweils zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Grübel forderte in einem Brief an den iranischen Botschafter die sofortige Freilassung. Das Mullah-Regime spricht den Bahá’í das Existenzrecht ab und verfolgt die nichtmuslimische Minderheit systematisch, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

„Die politischen Patenschaften, die Markus Grübel übernommen hat, sind ein weiteres deutliches Zeichen des aktiven Einspruchs deutscher Politik gegen die Religionsverfolgung im Iran“, betont die IGFM, die sich seit Jahrzehnten weltweit für Religionsfreiheit einsetzt.

Mahvash Sabet (69) und Fariba Kamalabadi (60) wurden am 31. Juli 2022 festgenommen und nach einer Gerichtsverhandlung am 21. November 2022 – unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne adäquaten Rechtsbeistand – zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, die nationale Sicherheit untergraben zu haben – eine Anschuldigung, die nie belegt wurde. Beide Frauen waren Teil des informellen Bahá’í -Führungsgremiums im Iran und wurden bereits von 2008 bis 2017 aufgrund willkürlicher Anschuldigungen im Gefängnis ihrer Freiheit beraubt, berichtet die IGFM.

Seit Festnahme mit Einzelhaft und Medikamentenentzug gefoltert

Markus Grübel und die Menschenrechtsorganisation weisen zudem auf den schlechten Gesundheitszustand der in wenigen Tagen 70 Jahre alt werdenden Mahvash Sabet hin. Der Pädagogin und Dichterin wurden bei Festnahme jegliche Medikamente entzogen, obwohl den Behörden alle notwendigen Nachweise und Atteste vorliegen. Infolge der vorangegangenen zehn Jahre Haft leidet sie u.a. an Asthma und Knochentuberkulose. Seit der Festnahme am 31. Juli 2022 wurde sie mit mehr als 150 Tagen Einzelhaft gefoltert und durfte keinen Besuch empfangen, berichtet die Menschenrechtsorganisation.

Die Bahá’í im Iran – seit Jahrzehnten entrechtet

Die Bahá’í sind mit über 300.000 Angehörigen die größte nichtmuslimische religiöse Minderheit im Iran. Die iranische Regierung und konservative muslimische Geistliche sprechen den Bahá’í jedoch das Existenzrecht ab. Bahá’í sind im Iran Opfer vielfacher Verleumdung, Diskriminierung und Verfolgung. Die Bahá’í lehnen Gewalt, die Scharia und ebenso die Polygamie ab. Die Frauen der Bahá’í haben die gleichen Rechte wie die Männer.

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